Tag der Städtebauförderung: Barrierefreiheit im Fokus

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Vorstellung des Programm zum „Tag der Städtebauförderung“ (von links): Robert Hilligus (Bauamt) Bürgermeister Volker Zimmermann, Gerda Wickert (Gruppe Begleitung für pflegende Angehörige) und Maddalena Schützenmeister, Koordinatorin im Mehrgenerationenhaus

Bad Wildungen. Vor rund 30 Jahren wurde Bad Wildungen in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen. Seit 2008 fließt zusätzliches Fördergeld aus dem Pogramm „Aktive Kernbereiche“.

Rund 23 Millionen Euro hat die Stadt im Zuge dieser Programme seitdem mit kräftiger finanzieller Hilfe von Land und Bund investiert.

Am Samstag, 9. Mai, ist „Tag der Städtebauförderung“. Bund und Land möchten dabei auf die vielfältigen Stadtentwicklungsprojekte hinweisen, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden. Die Badestadt plant an diesem Tag mit den Partnern Mehrgenerationenhaus, Asklepios-Bildungszentrum für Gesundheitsberufe und dem Bildungszentrum der Werner-Wicker-Klinik einen Aktionstag unter dem Motto „Bad Wildungen - barrierefrei, entgegenkommend, einladend“. Von 11 bis 13 Uhr können sich Besucher an Ständen informieren, an Rundgängen teilnehmen und sich in einem Fragebogen zum Thema zu äußern.

Bundesweit seien gute Entwicklungen ungesetzt worden, die man einmal ins Bewusstsein rücken wolle“, sagte Bürgermeister Volker Zimmermann. Bad Wildungen habe sich dafür entschieden, in diesem Zusammenhang das Thema Barrierefreiheit in den Fokus zu setzen.

In den neugestalteten Stadträumen sind Angaben von Robert Hilligus (Stadtbauamt) viele Aspekte einer barrierefreien Stadt eingeflossen, So wurden Klopfkanten für Sehbehinderte, rollstuhlgerechte Spielgeräte, Nullabsenkungen und Stehhilfen realisiert. Das alles möchte die Stadt den Besuchern vermitteln, ihnen zeigen, wofür die Gelder eingesetzt wurden. Hilligus: „Viele wissen gar nicht, was Klopfkanten oder Absenkungen sind.“

Dabei sollen die Besucher eigenen Erfahrungen sammeln und Verständnis füreinander entwickeln. So können sie einmal in einen Alterssimulationsanzug schlüpfen, auf Rollstühlen eine Straße überqueren oder sich mit einem Blindenstock entlang der Klopfkanten bewegen. Mizrab Akgöz, Leiter des Asklepios Bildungszentrums für Gesundheitsberufe: „Diese Simulationsanzüge vermitteln jungen Leuten das Gefühl, wie kompliziert der Alltag für ältere Menschen sein kann.“

Das Mehrgenerationenhaus präsentiert an einem Stand das Projekt „Begleitung für pflegende Angehörige.“ Die Gruppe aus acht ehrenamtlichen Helfern hat dazu eine 40-stündige Ausbildung absolviert und ist überall dort tätig, wo Hilfe gebraucht wird, wie MGH-Koordinatorin Maddalena Schützenmeister und Gerda Wickert als Mitglieder dieser Gruppe erläuterten. Die Pflegebegeiter beraten jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Mehrgenerationenhaus. (sch)

Quelle: HNA

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