Freizeit für Kinder und Jugendliche

Mit Stärke, Mut und Treue

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Frankenberg-Geismar - Sie wollen ein Musketier sein: Rund 170 Kinder und Jugendliche strengten sich im Zeltlager der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Frankenbergs an, um in den Musketier-Stand erhoben zu werden.

Sie sind zwar erst zwischen zehn und 15 Jahre alt, aber sie wissen schon ganz genau, was sie beruflich einmal machen wollen: Mitglied in der königlichen Leibgarde von Ludwig XIII in Paris werden - und zwar als Musketier.

Für rund 170 Kinder und Jugendliche wurde dieser Traum im Zeltlager wahr, das jedes Jahr von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Frankenbergs angeboten wird. In der ersten Woche kämpften die 13- bis 15-Jährigen um den Musketier-Titel, in der zweiten Wochen die zehn- bis zwölf-Jährigen.

Musketiere als Begleiter

Begleitet wurden sie von den drei Musketieren und D’Artagnan. Innerhalb von einer Woche lernten sie viel darüber, welche wichtigen Eigenschaften ein Musketier an den königlichen Hof mitbringen muss: Stärke, Mut, Intelligenz und Treue. Sie erlebten aber auch die Intrigen, die Kardinal Richelieu schmiedete.

In verschiedenen Wettkämpfen traten die Gruppen gegeneinander an, und jeden Abend wurde die Siegergruppe mit einem Pokal belohnt. Darüber hinaus schlossen sich die Kinder und Jugendlichen zu Interessengruppen zusammen, in denen sie beispielsweise den Umgang mit Karte und Kompass lernten oder mit Hilfe von Feilen und Sägen Speckstein bearbeiteten. Jeden Abend trafen sich alle im großen Zelt, um gemeinsam zu singen, zu beten und Geschichten aus der Bibel zu hören.

Aber auch unter den selbstgebauten Überdachungen versammelten sich die Zeltlager-Teilnehmer, um die Abende mit Spielen und Liedern ausklingen zu lassen. Oder sie verbrachten ihre Zeit noch ein wenig am Lagerfeuer auf den selbstgezimmerten Bänken, bevor es zur Nachtruhe in die Schlafsäcke ging.Doch nicht nur Wettkämpfe und gemütliches Beisammensein standen auf der Tagesordnung. Wer ein echtes Musketier sein wollte, musste auch seinen Teil zum Leben im Lager beitragen. Daher übernahmen alle verschiedene Aufgaben, die in „Ämtern“ unterteilt wurden. Dazu gehörte beispielsweise das Spülen nach jeder Mahlzeit, Toilettenputzen oder Holz für das Küchenfeuer zu holen. Innerhalb von einer Woche entstanden darüber hinaus beeindruckende Bauwerke, etwa ein circa vier Meter hoher Turm und ein selbst gebauter Kühlschrank.

Am Sonntag endete das Lager mit dem Besucher-Tag, bei dem Eltern und Freunde beeindruckt staunten, was die Teilnehmer hergestellt hatten. Zudem würdigte Bürgermeister Rüdiger Hess, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter.(r)

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