Start mit Pausenglocke

Festakt: Ortenbergschule Frankenberg eröffnete ihr Jubiläumsjahr

Frankenberg. Weltoffen, kreativ, fröhlich und musikalisch hoch aktiv – so präsentierte sich am Freitagabend bei einem Festakt zum 100-jährigen Bestehen die Ortenbergschule, Frankenbergs traditionsreichste Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe.

Mit der alten Pausenglocke, die einen Ehrenplatz im Foyer erhalten hat, begrüßte Konrektorin Cornelia Schönbrodt eine große Schulgemeinde mit vielen Ehemaligen und Ehrengästen und stimmte sie ein auf das Motto „Zeit“, das das fantasievolle Programm des Abends durchzog.

„Zeit zum Feiern“ soll mit vielen Veranstaltungen das kommende Jubiläumsjahr sein, kündigte die Konrektorin an. Auch das wird schon zu ihren künftigen Aufgaben gehören: Sie soll nach der Verabschiedung von Rektor Erhard Wagner, der am 31. Januar in den Ruhestand gehen wird, seine Nachfolge antreten. Bekannt gab dies während des Festaktes Leitende Schulamtsdirektorin Waltraud Credé (Fritzlar), die in ihrem Grußwort die pädagogische Arbeit der Ortenbergschule, insbesondere in den Bereichen Integration und Berufsorientierung, würdigte.

Das angenehme Schulklima, den guten Ruf und den besonderen Geist, der in der Ortenbergschule herrsche, lobte Bürgermeister Rüdiger Heß und dankte dafür besonders dem Lehrerkollegium. Aus „unserer Stadtschule“ seien die Burgwaldschule, zwei weitere Grundschulen und die beiden Förderschulen der Stadt hervorgegangen. Landrat Dr. Reinhard Kubat schilderte den großen Bürgerstolz, mit dem diese Schule am 19. Januar 1913 eingeweiht worden sei. Sie habe vier Staatsformen überstanden und ein modernes Lernumfeld geschaffen, durch das Comenius-Projekt inzwischen auch europäisch vernetzt. Vor zehn Jahren habe der Kreis mit 8,5 Millionen Euro die dazu notwendigen Bauerweiterungen geschaffen.

Mit großer Herzlichkeit sprachen die Schülervertreterinnen Lisa Bitici, Nina Paulus und Sophia Engel der Lehrerschaft ihr Vertrauen und ihren Dank aus. Für die Elternschaft sicherten Thorsten Simon und Isabel Drössler auch weiterhin gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu. Mit Frack und Zylinder, in den Händen ein symbolisches „Bildungsschiff“, überbrachte Ulrich Halama die gereimten Glückwünsche des Kollegiums.

In seiner faktenreichen, zeitkritischen Festrede schilderte Rektor Erhard Wagner die 100-jährige Geschichte der Ortenbergschule von der Kaiserzeit bis heute, die schwierigen Nachkriegsjahre mit über 1000 Schülern, die großen baulichen Erweiterungen sowie die neuen Lerninhalte in einer von Kommunikation und veränderten Kulturtechniken geprägten Welt. Dies erfordere künftig, dass Lehrkräfte auf Kinder sehr individuell eingehen müssten, um sie erfolgreich für eine selbstbestimmte Zukunft fit zu machen.

Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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