Erinnerung an die Geschichte des Dorfs

Startschuss für Dodenauer Köhlertage

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Battenberg-Dodenau - Bei strahlendem Sonnenschein haben Bürgermeister Heinfried Horsel und Ortsvorsteher Wolfgang Stein gestern die Köhlertage sowie den "Köhlerlehrpfad" am Wildgehege eröffnet.

Das Wildgehege ist zwar abseits gelegen, dennoch haben zahlreiche Dodenauer am Sonntagvormittag ihren Weg dort hinauf gefunden. Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete der Verein „825 Jahre“ und der Verkehrs- und Verschönerungsverein unter den Bäumen die Köhlertage.

Das Köhlerhandwerk hat eine lange Tradition in Dodenau und Umgebung. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher bei geschichtlichen einem Vortrag von Klaus Homrighausen überzeugen. Er erklärte, wie die Kelten vor etwa 2400 Jahren ihre Kenntnisse über das Köhlerhandwerk in die Region brachten und wie es sich seitdem entwickelt hat. Seinen kurzweiligen Beitrag schloss er mit den Worten: „Aber Sie werden in den nächsten Wochen sicher noch einiges über dieses uralte Handwerk von unseren elf Köhlern lernen.“ Die neun Hilfsköhler und die zwei „professionellen“ Köhler aus dem „Hessenpark“ standen den Besuchern Rede und Antwort und erklärten „ihr“ Handwerk.

Ortsvorsteher Wolfgang Stein vom Verein „825 Jahre Dodenau“ erklärte, wie es zu dem fröhlichen Fest im Wald kam: „Nach unserer großen Feier 2009 hatte sich so ein tolles Team gefunden, da wollten wir einfach noch nicht aufhören.“ Zahlreiche Veranstaltungen habe der Verein in der Vergangenheit schon bestritten, so Stein. „Und jetzt freuen wir uns auf die kommenden vier Wochen.“

Bürgermeister Heinfried Horsel lobte den Einsatz der Dodenauer: „Euch gehen die tollen Ideen einfach nicht aus und ihr setzt sie vor allem auch immer toll um.“ Mit den Köhlertagen knüpfe man auch an eine ganz besondere Tradition an, fügte er hinzu. Stefan Schulte von der Region Burgwald-Ederbergland bezeichnete den Kohlenmeiler und den Lehrpfad als einen „wichtigen Baustein, um die Region noch schöner zu machen.“

Nach einem zünftigen Mittagessen, natürlich stilecht mit Köhlerbratwurst, eröffneten Bürgermeister Horsel und Ortsvorsteher Stein den liebevoll angelegten „Köhlerlehrpfad“, der an fünf Stationen das Köhlerhandwerk erklärt. Dieser Lehrpfad soll auch über die Köhlertage hinaus erhalten bleiben. „Fühlen Sie sich einfach wohl bei uns“, sagte Matthias Schneider vom Verschönerungsverein. „Genießen Sie mit uns gemeinsam dieses schöne Fleckchen Erde und tauchen Sie in die Geschichte unserer Region ein.“

Am Samstag, 8. Juni, wird der Meiler angezündet. Beginn ist um 10.30 Uhr.

Von Katharina Beule

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