Baustellen im Frankenberger Land

Stein auf Stein

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Zusammengerechnet wohl das derzeit größte Bauvorhaben im Landkreis: die „Neue Mitte“ Frankenbergs mit Bahnhofsgebäude, -umfeld und Frankenberger Tor im Hintergrund.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Die Arbeiten am Frankenberger Tor ziehen sich bis in das nächste Jahr. Auch am Feuerwehrhaus in Birken-bringhausen wird noch fleißig gebaut. Fertig geworden ist der Vitos-Neubau an der Grauhecke in Haina, und einige Seniorenheime sind in der Planung.

Frankenberger Land. In wenigen Wochen geht das Jahr zu Ende – ein arbeitsreiches Jahr für die Kommunen des Altkreises, die viele Bauprojekte realisiert haben. Zu Beginn des Jahres hat die FZ einen Ausblick auf die anstehenden Bauarbeiten in den Gemeinden gegeben. Einige Projekte verzögern sich jedoch, andere wurden bisher noch nicht begonnen, manche Ideen sind auch schon wieder verworfen. Die Heimatzeitung gibt einen Überblick, was sich bisher im Jahr 2014 bewegt hat:

Frankenberg

Es wird gebaut in Frankenberg – aber nicht überall dort, wo es geplant war. Ruhe herrscht in der Neustädter Straße, von der neuen Transformatorstation am Illerplatz abgesehen. Der Grund: Die Stadt wartet auf den Bewilligungsbescheid für Geld aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“. Das soll die Sanierung der Fußgängerzone für die Anlieger günstiger machen.

Kräftig voran geht es derweil rund um den Bahnhof: Seit mehr als einem Jahr wächst das Einkaufszentrum „Frankenberger Tor“, im Februar soll es eröffnen. Der Bahnhof wurde von seinen wenig ansehnlichen Nebengebäuden befreit. Im Idealfall noch in diesem Jahr soll das Umfeld fertig werden, damit im nächsten Jahr der Fokus auf dem historischen Gebäude selbst liegen kann.

Für Chaos hat hingegen die Arbeit an Straßen und Schienen gesorgt – inzwischen hat sich die Situation gebessert: Friedrichstraße, Marburger Straße, Röddenauer Straße, Auestraße, Stapenhorststraße und Siegener Straße waren oder sind teilweise erneuert worden. Und für die Reaktivierung der Bahnübergänge waren im Sommer mehrfach die Bahnübergänge dicht.

Auch in den Stadtteilen wurde gearbeitet: mehrere kleine oder größere Sanierungen von Dorfgemeinschaftshäusern, die Trauerhalle in Viermünden, die Braunshäuser Straße in Rengershausen mit Nuhnebrücke, die Landgraf-Friedrich-Straße in Friedrichshausen. Hinzu kommen die Arbeiten an den Feuerwehrhäusern in Geismar und Röddenau. (gl)

Burgwald

Stein auf Stein setzen derzeit die Feuerwehrkameraden aus Birkenbringhausen. Die Aktiven ziehen mit Hilfe von Vereinsmitgliedern und Freunden die Mauern ihres neuen Feuerwehrhauses hoch. Bodenplatte und Grundmauern stehen, am Samstag werden die Giebel hochgemauert. Bis zum Wintereinbruch soll das Dach auf dem Gebäude sitzen. (pk)

Frankenau

Eigentlich stand der Bau der Tagesstätte für Senioren in der alten Hauptschule auf dem Plan für 2014 – doch dann kam die Schließung der Wesemühle dazwischen, und die Entscheidung für ein neues Seniorenheim beschäftigte die Gemüter. Auch die Nahwärmeleitung, die verschiedene Gebäude in der Kernstadt mit Wärme versorgen soll, ist noch nicht am Netz. Auf das für 2014 größte vorgesehene Projekt, die neue Kellerwalduhr, warten die Frankenauer noch. Dafür ist aber ein anderes Projekt im Bau: die „Kultur-Arche“ am Weidengrund. (apa)

Gemünden

Beim größten Einzel-Projekt der Region – dem Windpark auf dem Graurück mit einem Investitionsvolumen von rund 55 Millionen Euro – herrscht derzeit Flaute. Das Regierungspräsidium erwartet weitere Gutachten.

Baulich fertig aber wird, gutes Wetter vorausgesetzt, noch in diesem Jahr das DRK-Haus im Steinweg. Derzeit wird der Estrich gelegt, die Fassade verputzt. Komplett bezogen wird das Haus mit seinen vielfältigen Dienstleistungsangeboten aber wohl nicht mehr in diesem Jahr. Ähnlich sieht es beim Aldi-Neubau aus: Baulich fertig, die Verantwortung für die Eröffnung liegt aber beim Betreiber.

Nicht mehr begonnen wird mit den Bauarbeiten für die Kläranlage, da die Stadt das Ausschreibungsverfahren geändert hat. Das Nahwärme-Projekt in der Altstadt für Großabnehmer wie das Rathaus, die Schule, die Kulturhalle und das Seniorenzentrum soll frühestens im Sommer in die Bauphase gehen. Noch in diesem Jahr aber soll es ausgeschrieben werden. (gl)

Haina (Kloster)

Die Begleitenden Psychiatrischen Dienste von Vitos Haina haben ihren Neubau eröffnet: An der Grauhecke sind zwei große Gebäude für Wohngruppen und stationäre Betten entstanden. In Vorbereitung auf das Jubiläum „800 Jahre Grundsteinlegung Klosterkirche Haina“ wird derzeit der Kirchturm saniert. Apropos Kirche: Gleich zwei neue Pfarrerinnen haben ihren Dienst angetreten: Beate Ehlert in Haina und Sabrina Elcik in Löhlbach. (apa)

Rosenthal

Die Rosenthaler haben die Kinderbetreuung ausgeweitet – und dafür an den Kindergarten angebaut. Am 1. September ist die neue Krippengruppe in das Gebäude eingezogen. Kinder ab 13 Monaten können seither in der Kita „Pusteblume“ versorgt werden. Rund 420000 Euro hat die Stadt investiert, um das Recht der Eltern auf einen Betreuungsplatz zu erfüllen. (pk)

Allendorf (Eder)

Später als geplant öffnet der Kindergarten in Rennertehausen. Der ursprüngliche Einzug der Kinder war im August geplant. Unter anderem Feuchtigkeitsschäden in der Dämmung verzögern die Fertigstellung. Noch wird gebaut, ein Datum für die Eröffnungsfeier gibt es noch nicht.(da)

Battenberg

Ursprünglich sollte mit dem Bau von zwei Supermärkten am Stadtrand schon begonnen werden. Doch unter anderem wegen der Verkehrsanbindung mussten die Pläne für die Neubauten von Penny und Edeka überarbeitet werden. 2015 sollen die Arbeiten starten. (da)

Bromskirchen

Die geplanten größeren Projekte in Bromskirchen wurden verwirklicht oder befinden sich wie vorgesehen in der Umsetzung. Im Frühjahr wurde die Renaturierung des Silbersees abgeschlossen. Nach mehr als zwei Jahren Bauphase können die Somplarer seit Ende Mai ihre „Neue Mitte“ mit dem renovierten Haus am Kamp, einem Spielplatz und dem barrierefreien Zugang zur Kirche als Treffpunkt nutzen. Das Frankenberger DRK hat die alte Schule in Bromskirchen gekauft. Dort soll bis 2016 ein Mutter-Kind-Heim entstehen. (tt)

Hatzfeld

In der Schutzschirm-Kommune ist das Geld knapp. Zwar hat sich dank des Engagements einiger Bürger im Rahmen des Projekts „Zukunftssicherung“ einiges bewegt. Für Bauprojekte fehlen der Stadt derzeit aber die nötigen Mittel. (da)

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