Auszubildende rekonstruieren Eingangstür der Frankenberger Totenkirche

Steinportal wird wieder aufgebaut

Peter Wilhelm, Ausbildungsleiter beim Frankenberger Lehrbauhof, und die Azubis Norman Rohleder sowie Richard Dürksen (v.l.) setzen Stein auf Stein, damit bald das Portal der Totenkirche vollständig im Heimatmuseum steht.Foto: tt

Frankenberg - Mehr als 40 Jahre lang lagerten Steine des Portals der ehemaligen Frankenberger Totenkirche auf der Oberen Butzmühle. Nun wird die Eingangstür des 1731 errichteten Gotteshauses im Heimatmuseum wieder aufgebaut.

Von 1731 bis 1970 hatte die Totenkirche am Linnertor ihren festen Platz in Frankenberg. Im Rahmen der damaligen Altstadtsanierung und einer neuen Verkehrsführung wurde das Gotteshaus abgerissen - ohne große Rücksicht auf das Inventar. „Es wurde schäbig mit den Kunstwerken umgegangen“, sagt Hans Papenfuß, Mitarbeiter des Kreisheimatmuseums. Einige Bürger retteten, was zu retten war. Die Familien Grebe und Gabriel bewahrten zum Beispiel die Steine des Portals in der Oberen Butzmühle auf.

Nun wird das Portal mit Steinbogen, rekonstruierter Holztür und detailreichem Giebel in der Mauritiuskapelle im Heimatmuseum wieder aufgebaut. „Es ist wie ein Traum, dass wir alles wiederhaben“, freut sich Papenfuß, der selbst das Kreuz, das bald wieder über dem Portal thront, bei sich aufbewahrt hat. Prunkstück wird die ebenfalls erhaltene Steintafel mit der Inschrift „Denn so wier glauben, das Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird auch Gott die da entschlafen sind durch Jesum mit ihm führen“ sein.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Dienstag, 11. November. (tt)

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