FWG stellt Konzept für Erhalt der Dörfer vor

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Engagiert für Birkenbringhausen: Michael Wickenhöfer (links) und Erich Naumann stellten das FWG-Konzept zur Erhaltung von Dorfkernen vor. Hinter ihnen zwei Gebäude, für die ihrer Meinung nach nur ein Abriss in Frage kommt.

Birkenbringhausen. Leerstehende und verfallende Gebäude gibt es in nahezu allen Orten. „Wenn wir jetzt nichts tun, kann es zu spät sein“, sagt Michael Wickenhöfer von der FWG Birkenbringhausen.

Schon seit Jahren hat die FWG, die auch den Ortsbeirat stellt, das Problem im Blick. Mit viel Zeitaufwand haben Mitglieder ein Konzept entwickelt, das sie am Donnerstag vor 40 Zuhörern vorstellten.

„Wir haben keine Luftschlösser gebaut, sondern auf die Umsetzbarkeit geachtet“, betonte Wickenhöfer. Die Übertragbarkeit auf die anderen Ortsteile war zudem wichtiges Ziel. Die Gemeinde stellt 10.000 Euro für das Modellprojekt zur Verfügung.

Zunächst sollen in einem Kataster alle leerstehenden Gebäude und freien Flächen im Ortskern erfasst werden, damit ein Interessent weiß: Wo könnte ich bauen, wo könnte ich sanieren. Die Gebäude sollen in einem Typenschild beschrieben werden (Größe, Lage, Zustand, Heizung, Aufwand für Umbau), Wert, den das Ortsgericht schätzt.

Zudem soll es Infos über den Eigentümer geben und über den Ort generell. Alle Infos sollen auf einer Internetseite stehen. Damit sie wahrgenommen wird, sollen auch Vereine oder Firmen auf sie verweisen, Flyer sollen erstellt und Käufer auch durch persönliche Ansprache gewonnen werden.

Quelle: HNA

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