Burgwaldkaserne in Frankenberg

Steuerzahlerbund übt Kritik an Bundeswehr

Frankenberg. Der Bund der Steuerzahler hat in seinem neuesten Schwarzbuch scharfe Kritik an den Standortentscheidungen der Bundeswehr im Zuge seiner Neuausrichtungen geübt und dabei auch den Standort Frankenberg ins Visier genommen.

Das Schwarzbuch wurde am Donnerstag in Berlin vorgelegt.

Die Burgwaldkaserne in Frankenberg sei ein Negativbeispiel bei den Standortentscheidungen, meint der Bund der Steuerzahler. Am Standort für elektronische Kampfführung seien in den vergangenen Jahren lediglich die wichtigsten Reparaturen notdürftig vorgenommen worden doch die Kaserne bleibe bestehen, obwohl sich ein Investitionsstau von 19 Millionen Euro gebildet habe.

Lesen Sie auch:

Verschwendung von Steuergeld: Acht Fälle aus Hessen im Schwarzbuch

Dagegen werde die Alheimer-Kaserne im hessischen Rotenburg an der Fulda bis 2017 aufgegeben. Diese Liegenschaft sei erst kürzlich generalüberholt worden, merkt der Bund der Steuerzahler an: Seit 2008 seien 24,4 Millionen Euro in die Modernisierung und die Neubauten der Rotenburger Kaserne geflossen. Für die anschließende zivile Vermarktung des Kasernengeländes würden dann weitere Gelder der öffentlichen Hand notwendig werden.

Für den Bund der Steuerzahler ist dieses Finanzgebaren des Bundesverteidigungsministeriums an den Standorten Rotenburg und Frankenberg ein Paradebeispiel für staatliche Geldverschwendung: In Rotenburg wird es für die getätigten Investitionen als Folge der Bundeswehrreform in drei Jahren keine Verwendung mehr geben, in Frankenberg muss demgegenüber neu investiert werden erst kürzlich wurde in der Burgwaldkaserne für 950.000 Euro ein neuer Sportplatz eingeweiht, ab 2014 soll dort für 2,8 Millionen Euro eine neue Sporthalle gebaut werden.

Weitere Sanierungsmaßnahmen in Frankenberg sind kaum zu vermeiden: Seit dem Einzug der Soldaten vor 50 Jahren hat es dort keine nennenswerten Sanierungen gegeben. (mjx/ode)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare