Frankenberg

Stimmen füllen jeden Winkel der Kirche

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- Frankenberg (sr). Das Konzert des Birkenbringhäuser Männergesangvereins in der Liebfrauenkirche begeistert 500 Besucher. Sie erlebten ein Chorkonzert der Spitzenklasse. Neben den drei Chören des Birkenbringhäuser Männergesangvereins begeisterte der Rundfunk-Jugendchor aus Wernigerode.

34 Jugendliche im Alter von 17 bis 19 Jahren unter der Leitung von Peter Habermann erfüllten das Gotteshaus mit ihren jungen, kräftigen Stimmen. Die Schüler des Landesgymnasiums für Musik in Sachsen-Anhalt eröffneten ihr rund einstündiges Programm mit dem Studentenlied „Heute ist heut“ nach einem Satz von Rolf Lukowsky. Anschließend ließen sie die vertonte Ballade „Der Feuerreiter“ in der Kirche erklingen. Bis in den letzten Winkel der Liebfrauenkirche war der reine Klang der Stimmen zu hören. Es folgte ein Streifzug durch die internationale Volksmusik: Erst aus Amerika „Mohawk Valley“, dann aus Deutschland „Im schönsten Wiesengrunde“ und zum Abschluss die japanische Weise „Sakura“, die das jährliche Kirschblütenfest thematisiert. Mit Fingerschnipsen und dem Lied „I can tell the world“ leiteten die Sängerinnen und Sänger den dritten Konzertteil ein. Gospels und Spirituals bildeten einen Schwerpunkt des Abends. Doch wer peppige oder schwungvolle Rhythmen erwartete, wurde enttäuscht. Die Lieder „He’s got the whole world in his hands“ oder „Precious Lord“ waren für klassische Auftritte bearbeitet. Bei „Wade in the water“ begeisterte Tenor Karl-Heinz Wenzel als Solist. Ohne Zugabe ließ das Publikum den Chor nicht von der Bühne vor dem Altar. „Evening Rise“ erklang zum Abschluss. Der Birkenbringhäuser Männerchor hatte das Konzert mit einem Dialogchor aus dem Altarraum und von der Empore eröffnet. „Alta Trinita Beata“ hieß der Titel, arrangiert von Lorenz Maierhofer. Bei „My Lord what a morning“ brillierten Walter Ehlert und Günter Arnold als Solisten im Meisterchor. Mit „Muss i denn“ erfreuten die Männer die Zuhörer mit bekannten Volksliedklängen. Der Birkenbringhäuser Frauenchor „Cantabile“ besang mit „Ave Regina Coelorum“ die Himmelskönigin, bevor mit einem italienischen und einem englischen Titel moderne Klänge folgten. Krönender Abschluss der Meisterchorsängerinnen, belohnt mit lang anhaltendem Applaus, war das Lied „Denkmal“ der Pop-Gruppe „Wir sind Helden“. Matthias Müller begleitete am Klavier. Der Birkenbringhäuser Kinderchor „DoReMi“ gab mit dem Kanon „Singen macht Spaß“ das Motto des Abends an. Ob Lateinisch, Schwedisch oder Englisch – der Sängernachwuchs beherrschte gleich mehrere Sprachen. Als Solisten traten Pia Bornscheuer, Laura Bradschetl und Benedikt Huhn auf. Alle drei Chöre wurden von Karl-Heinz Wenzel dirigiert. Gemeinsam trugen der MGV, der Frauenchor und die Kinder das schwungvolle afrikanische Lied „Siyahamba“ vor. Wenzel sorgte mit seinen italienischen und französischen Tenor-Soli „Core ’Ngrato“ und „La fleur que ta m’avais Tetee“ für einen Glanzpunkt des Abends, begleitet von Matthias Müller am Klavier. Pfarrer i.R. Heiner Wittekindt umrahmte das Konzert mit Lesungen. Der Vorsitzende des Männergesangvereins Erich Naumann hatte unter den Gästen auch Bürgermeister Lothar Koch, Ortsvorsteher Horst Scheuermann, Dekanin Petra Hegmann, Erwin Haas vom Mitteldeutschen Sängerbund und Werner Schielke vom Sängerkreis Oberes Edertal begrüßt. Der Rundfunk-Jugendchor aus Werningerode war bereits am Samstagmittag angereist. Die Jugendlichen und Betreuer waren bei Birkenbringhäuser Familien privat untergebracht. Neben einer Stadtführung in Frankenberg am Samstagnachmittag lud der Männergesangverein am Samstagabend nach dem Konzert zu einem Empfang ins Birkenbringhäuser Dorfgemeinschaftshaus ein.

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