Dorfsprung

Stimmung bis in den frühen Morgen

Beste Stimmung: Mehr als tausend Menschen waren am Samstag in den sieben Kneipen beim „Dorfsprung“ unterwegs und feierten ausgelassen, wie hier im Berghotel Waidmannshei.Fotos: Mark Adel

Battenberg-Dodenau/Elsoff/Reddighausen. - Ob Schlager oder Rock, ob 18 oder schon in Rente: Der „Dorfsprung“ vereinte am Samstag Generationen. Musikfreunde „sprangen“ von Wirtschaft zu Wirtschaft in drei Dörfern und zwei Bundesländern.

„Ich hatte das Gefühl, es waren unendlich viele Menschen unterwegs“, sagte Annelie Poppe vom Berghotel Waidmannsheil nach dem „Dorfsprung“ auf Anfrage der FZ. Zum fünften Mal hatten sie und ihre Kollegen in Dodenau und Reddighausen sowie im Wittgensteiner Nachbardorf Elsoff zum „Kneipenhopping“ eingeladen. Vom Abend bis spät in die Nacht reisten Musikfreunde mit Pendelbussen von Wirtschaft zu Wirtschaft, um unterschiedliche Bands und DJs kennenzulernen, zu feiern, zu tanzen und geselliges Miteinander zu genießen.

So verschieden das Ambiente in den Gastronomiebetrieben, so vielfältig war auch das musikalische Angebot. Im „Waidmannsheil“ beispielsweise sorgte die sechsköpfige Siegener Band „BB‘s finest“ mit rockigen und poppigen Top-Hits vergangener Jahrzehnte für Stimmung. Heike Kadereit nutzte dafür den gesamten Platz auf der Bühne.

Die Nähe zum Publikum suchte auch das Trio von „Up to date“ im Hotel Sassor. Das Trio hatte tanzbare Oldies und Schlager im Gepäck. Ähnlich war das Programm im Gasthaus Arnold, wo die beiden „Lokalmatadoren“ Regina Schneider und Helmar Jakobi von der Tanzband „Rainbow“ auf der Bühne standen.

In der Gaststätte Glöser-Kraus ging es rockiger zu „Belexes“ spielte Klassiker der härteren Gangart. Ein ähnliches Repertoire hatten auch „Grandmamas Backside“ im Gasthaus zum Edertal in Reddighausen im Gepäck.

Viele nutzten das Angebot

Doch das „Kneipenspringen“ ging noch weiter - über die Landesgrenze in den Nachbarort Elsoff. In der Gaststätte Spies-Peters lud DJ Stocki zum Mitsingen ein. Jojo Weber spielte in der Kneipe Spies-Jörge Rockhits im Unplugged-Stil. Auffällig war nicht nur die große Altersspanne: „Ich habe das Gefühl, der Einzugsbereich erweitert sich immer mehr“, sagte Annelie Poppe. Viele Gäste hätten bei ihr und ihren Kollegen das Pauschal-Angebot genutzt, die Kneipentour zu machen, zu übernachten und am Sonntagmorgen zu frühstücken.

Das bestätigte Axel Sassor vom Hotel Sassor: „Zwei Motorradclubs und einige andere Gruppen sind extra wegen des Dorfsprungs angereist“, sagte er. Die Geschmäcker seien unterschiedlich: „Das wichtigste ist, dass es den Leuten irgendwo gefallen hat.“ Auch viele auswärtige Jugendliche seien unter den Gästen gewesen - eine gute Werbung für die Gastronomiebetriebe in den drei Orten, resümierte er.

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