Stolpersteine erinnern in Laisa an jüdische Familie Freudenthal

Massive Erinnerung: Der Kölner Künstler Gunter Demnig zeigt zwei der fünf Stolpersteine, die zum Gedenken an die jüdische Familie Freudenthal verlegt wurden.

Laisa. In einer bewegenden Feierstunde sind in Laisa fünf Stolpersteine für die jüdische Familie Freudenthal verlegt worden - zum Gedenken an Vertreibung und Ermordung durch die Nationalsozialisten.

Bevor der Kölner Gunter Demnig die Messingtafeln in den Gehweg in der Kirchstraße einsetzte, waren etwa 80 Laisaer und Gäste zu einer Gedenkfeier ins Gemeindehaus gekommen, darunter die Kinder von Lore Freudenthal aus England: Neil Burgess und Gina Burgess Winning.

„Die Stolpersteine sind gegen das Vergessen und für Versöhnung und Vergebung“, sagte Pfarrer Stefan Peter. „Die Namen von Karoline, Willy, Berta, Ernst und Lore Freudenthal sollen nicht vergessen werden. Und wir wollen auch nicht vergessen, welch unendliches Leid durch Deutsche über das Volk der Juden gebracht wurde.“

Die Konfirmanden aus Laisa und Berghofen trugen die Biografien der fünf Familienmitglieder vor, drei von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet, Lore überlebte, weil sie mit einem Kindertransport nach England fliehen konnte.

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Quelle: HNA

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