Rosenthal

Strahlende zweite Siegerinnen

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- Rosenthal/Frankfurt (mba). Die Rosenthaler Unternehmerinnen Heike Bartl-Fackiner und Tanja Jäger standen mit ihrer Tagespflegeeinrichtung im Finale des Hessichen Gründerpreises. Sie haben zwar nicht den ersten Preis gewonnen, fühlen sich aber dennoch als Sieger. Auch Wirtschaftsförderer Siegfried Franke ist mehr als zufrieden.

„Es war wie eine kleine Oscarverleihung. Wir wurden mit Musik auf die Bühne gerufen. Der Laudator hat die Teilnehmer vorgestellt. Dann wurde der Umschlag mit dem Sieger geöffnet“, berichtet Heike Bartl-Fackiner vom Erlebnis „Gründerpreis“. Sie und ihre Geschäftspartnerin Tanja Jäger hatten es mit ihrer 2009 gegründeten Tagespflegeeinrichtung Gut Eichhof in Rosenthal bis ins Finale des Existenzgründerwettbewerbs geschafft – was für die beiden schon ein unerwartet großer Erfolg war: „Wir sind stolz, dass wir es bis dahin geschafft haben.“ Am Ende reichte es nicht ganz für den ersten Preis in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“, der Name im Kuvert war ein anderer: Die Fachjury in Frankfurt kürte Uwe Murmann mit seinem Rohrreinigungsunternehmen aus Südhessen zum Sieger. Doch die Entscheidung sei knapp gewesen, betont Siegfried Franke von der Wirtschaftsförderung in Waldeck-Frankenberg: „Ich weiß, dass alle drei gleich gut sind.“ Auch er habe das Ergebnis erst bei der Siegerehrung erfahren: „Ich habe bis zum Schluss Daumen gedrückt.“Weder Franke noch die beiden Rosenthaler Finalistinnen sind enttäuscht über das Ergebnis. Für die Existenzgründerinnen war die Finalteilnahme schon eine hohe Auszeichnung: „Wir wurden alle als Sieger gekürt“, berichtet Heike Bartl-Fackiner. Und Franke freut sich seit acht Jahren – solange wird der Hessische Gründerpreis mittlerweile vergeben – regelmäßig über die erfolgreichen Teilnehmer aus dem Landkreis: „Wir sind der erfolgreichste Landkreis über die acht Jahre“, sagt er. Von insgesamt 657 Teilnehmern aus dem ganzen Land kamen rund ein Viertel, exakt 162, aus dem Kreis. Von denen schafften es 48 ins Halbfinale. Unter den Siegern waren in den acht Jahren 16 Teilnehmer aus Waldeck-Frankenberg, eine Quote von 22 Prozent. Das ist aus Frankes Sicht eine ausgezeichnete Werbung für den Wirtschaftsstandort Waldeck-Frankenberg.

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