Bei Straßenausbau im Burgwald werden Durchlässe für Wildkatzen errichtet

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Auf sicherem Weg: Der Durchlass für Wildkatzen und andere Wildtiere schützt die Art vor dem Verkehrstod. Frank Schütz (BUND) arbeitet dafür eng mit Hessen Mobil zusammen. Wildkatzen sind schwer zu fotografieren. Hier abgebildet ist ein Tierpräparat.

Burgwald. Während der Straßenausbauarbeiten zwischen Rosenthal und Bottendorf sowie zwischen Bottendorf und Gemünden sind unter der Straße Durchlässe für Wildkatzen errichtet worden.

Diese sollen die seltene Art vor der häufigsten Todesursache – dem Verkehrstod – bewahren. Ein weiterer Durchlass ist zwischen Rosenthal und Roda geplant.

Diese Schutzmaßnahmen für Wildkatzen sind im Gegensatz zum Amphibienschutz noch neu. Auf Anregung der Naturschutzbehörde des Landkreises wurden die Tunnel bei den Ausbauarbeiten berücksichtigt, erklärt Rainer Mitze von Hessen Mobil. Ein Durchlass ist zirka 1,30 Meter hoch und 1,20 Meter breit. Er wird aus Betonfertigteilen gebaut.

Damit die Wildkatzen die für sie geschaffenen Durchlässe auch nutzen, sollte die Unterführung von Nässe verschont bleiben. „Zudem bevorzugt die Wildkatze einen Naturboden für ein samtweiches Laufgefühl“, sagt Mitze. Um den scheuen Tieren diesbezüglich entgegenzukommen, werden die Tunnel mit Erdreich aus der Umgebung aufgeschüttet.

Um die beste Lage für einen Durchlass zu ermitteln, greift Hessen Mobil bei der baulichen Umsetzung auf einen Wildkatzenwegeplan zurück. Diesen erarbeitete der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bei einer bundesweiten Untersuchung im Jahr 2008. Die Naturschützer wollen festzustellen, wie viele Wildkatzen in einzelnen Gebieten leben und zu welcher Population sie gehören.

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Quelle: HNA

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