Trinkwasser muss geschützt werden

Straßenausbau Hatzfeld-Eifa verzögert sich

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Hier versteckt sich giftiger Teer: Auf einem 1,1 Kilometer langen Teilstück der Landesstraße zwischen Hatzfeld und Eifa muss für den Straßenausbau nicht nur der Asphalt, sondern auch die Schicht darunter abgetragen werden, um das Trinkwasser zu schützen. Eine akute Gefahr für das Wasser bestehe aber nicht.

Hatzfeld. Der Beginn des Ausbaus der Landesstraße zwischen Hatzfeld und Eifa wird sich bis 2015 verzögern. Zum einen hat das Land Hessen aus Kostengründen etliche Straßenbauprojekte verschoben, zum anderen enthält die Straße giftiges Teerpech, das aufwändig abgetragen werden muss.

Bei alten Straßen sei ein hoher Anteil von Teerpech im Straßenbelag nicht ungewöhnlich, sagte Horst Sinemus, Pressesprecher der Verkehrsbehörde Hessen-Mobil, der HNA. Der Teer auf dieser relativ alten Straße sei aber mittlerweile in die erste Schicht unter dem Asphalt eingedrungen, deshalb müsse auch diese Schicht abgetragen werden.

Das Problem ist nämlich, dass 1,1 Kilometer der 2,4 Kilometer langen Straße von Eifa in Richtung Hatzfeld im Wasserschutzgebiet liegen. Der Brunnen ist sogar von der Straße aus zu sehen.

„Neue Bestimmungen erfordern einen besonders hohen Aufwand zum Schutz des Trinkwassers“, sagte Horst Sinemus. „Das Oberflächenwasser muss komplett aus dem Bereich des Schutzgebietes abgeleitet werden.“ Entweder durch einen Kanal, oder der Untergrund wird so abgesichert, dass kein Wasser versickern kann. Aktuelle bestünde aber keine Gefahr für das Trinkwasser.

Baubeginn des 2,15 Millionen Euro teuren Ausbaus sollte eigentlich schon im April dieses Jahres sein. Das Projekt im Südwesten von Waldeck-Frankenberg hat bei der Landesregierung derzeit aber keine hohe Priorität. Deshalb gehört der Abschnitt zu den 63 Straßenbauprojekten, die vom Land auf das nächste Jahr verschoben wurden - wie elf weitere in unserem Landkreis.

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Quelle: HNA

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