Grenzgang in Reddighausen

Streit ist Ursache des Grenzverlaufs

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Stetig Bergauf ging es zu Beginn der zweiten Grenzgangetappe des Reddighäsuer Grenzganges.Foto: Marco Steber

Battenberg-Berghofen - Rund 80 Wanderer haben sich am Sonntag getroffen, um die zweite Etappe des Reddighäuser Grenzganges anzugehen. Die Etappe führte die Grenzgänger entlang der Grenze rechts der Eder.

„Es ist ein bisschen frisch, aber warm wird es gleich ganz von alleine“, sagte Joachim Arbeiter, Vorsitzender des Verkehrs und Verschönerungsvereins Reddighausen kurz vor dem Start der zweiten Grenzgangetappe. Rund 80 Wanderer aus Reddighausen, aber auch Abordnungen aus den Nachbargemeinden Holzhausen, Laisa, Dodenau und Hatzfeld machten sich auf, die sechs Kilometer lange Strecke abzugehen.

Auf dem Parkplatz des „Reddighäuser Hammers“ fiel der Startschuss. Zu Beginn gab Herbert Wiegand einen Überblick über den Grenzverlauf. „Wo der Sichertsbach in die Eder mündet beginnt die Grenzbeschreibung“, sagte er. Wiegand verwies am Startpunkt ebenfalls auf den bekannten Juristen Reinhard von Frank, der 1860 am „Reddighäuser Hammer“ geboren wurde und auch seine letzte Ruhestätte in Reddighausen fand.

Die zweite Etappe führte die Wanderer, rechts der Eder, an den Grenzverläufen zu Holzhausen, Laisa, Battenberg und Dodenau vorbei. Zunächst liefen die Grenzgänger zwischen des Struthkopf und des Grubenkopf hindurch zum Frühstücksplatz. Dort gab es Erbsensuppe und heiße sowie kalte Getränke für die Wanderer.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein aus Reddighausen hatte den Grenzgang zum 40-jährigen Bestehen im Jahr 2003 wiederbelebt. Seitdem wird er alle fünf Jahre ausgetragen. „Er fällt also immer auf das Jubiläum des Vereins“, sagte Herbert Wiegand. In diesem Jahr begeht der Verein somit sein 50-jähriges Bestehen.

Im Gegensatz zu anderen Grenzgangfesten in der Umgebung stecke der Reddighäuser Grenzgang noch in den Kinderschuhen, sagte Wiegand. Das Ziel des Grenzganges sei es, den jüngeren Reddighäusern die Geschichte des Ortes und der Gemarkung näher zu bringen.

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