Dina Schweizer ärgert sich über Aussagen ihres Ex-Vorsitzenden Reiner Möbus

Streit zwischen zwei Reitvereinen in Gemünden geht weiter

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Blick auf die Reithalle in Gemünden: In der Wohra-Stadt gibt es mittlerweile zwei Reitvereine und einen handfesten Streit zwischen beiden Parteien.

Gemünden. Der Streit zwischen den Reitvereinen in Gemünden geht weiter. Zwei Aussagen des Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins Gemünden, Reiner Möbus, entsprechen laut Dina Schweizer, die mit Freunden kürzlich den Reit-, Fahr-, Voltigier- und Pferdezuchtverein Ellersgrund-Gemünden gegründet hat, nicht der Wahrheit.

Reiner Möbus hatte in der HNA gesagt, dass der Verein keine Voltigiergruppe geschlossen habe. Dazu sagt Dina Schweizer jetzt: „Das ist falsch. Reiner Möbus hat mir am Telefon erklärt, dass der Verein das Voltigieren nicht mehr finanziell mittrage. Ich sagte ihm, dass dies das Aus für die Voltigiergruppe sei. Herr Möbus sagte daraufhin zu mir, dann sei das eben so, und ich wies darauf hin, dass wir jetzt gezwungen seien, einen eigenen Verein zu gründen.“

Auch eine weitere Aussage des Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins Gemünden ist laut Schweizer falsch. „Herr Möbus hatte gesagt, dass in den zurückliegenden Jahren immer sehr viel Geld in die Voltigiergruppe geflossen sei. Er meine damit nicht nur den monatlichen Obolus, sondern er betonte auch, dass ein neuer Voltigiergurt angeschafft worden sei“, so Schweizer.

„Einem Mitglied der Gruppe hätte man auch einen Trainer-C-Kurs finanziert. Dieser habe einige Tausend Euro gekostet. Diese Aussagen sind falsch“, sagt Dina Schweizer und betont: „Richtig ist: Der Reit- und Fahrverein Gemünden hat an dem Trainer-C-Kurs exakt 770 Euro gezahlt. Zusätzlich zu dem Geld für die Unterhaltung für die zwei Voltigierpferde, also der 400 Euro im Monat, und der Anschaffung eines Voltigiergurtes vor drei Jahren ist nie zusätzliches Geld in die Voltigierabteilung geflossen.“

Die Voltigierbeiträge von 20 Euro pro Kind seien voll vom Reit- und Fahrverein vereinnahmt worden, ebenso wie die Mitgliedsbeiträge der Voltigierkinder. Der Verein habe aus diesen Beiträgen die Unterhaltung der zwei Voltigierpferde bezahlt. Tatsächlich habe der Verein wegen dieser Gegenrechnung für das Voltigieren zuletzt nur etwa 100 Euro monatlich für die Voltigiergruppe bezahlt.

Es habe seit 2011 Gespräche über die Finanzierbarkeit der Voltigier-Gruppe gegeben. „Auch mein Vorgänger Werner Otto hat die Gespräche ohne Ergebnis geführt“, sagt Reiner Möbus, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Gemünden, der auf HNA-Anfrage zu den Aussagen von Dina Schweizer Stellung nimmt.

Gespräche über Voltigiergruppe seit 2011

Ziel der Gespräche sei gewesen, gegenüber den Vereinsmitgliedern die Gruppe als wirtschaftlich darstellen zu können. „Auf den sicher sinnvollsten unserer Kompromissvorschläge, die Durchreichung der Monatsbeiträge von 20 Euro pro Kind bei einer gleichzeitigen Einstellung unseres bislang gezahlten Zuschusses in Höhe von 400 Euro, ist Dina Schweizer nie eingegangen. Wenn sie so sicher war, die Gruppe wieder auf ein hohes Mitgliederniveau zu bekommen, hätte sie dabei am meisten profitiert“, sagt Reiner Möbus.

Bei beispielsweise 30 Kindern wären 600 Euro in die Gruppe geflossen. Auf diesen Kompromissvorschlag habe sich Dina Schweizer aber nicht eingelassen und stattdessen entgegnet, dass man dann einen eigenen Verein gründen wolle.

Ein Einlenken Schweizers hätte den neuen Reitverein unnötig gemacht. „Was sollten wir für ein Interesse daran gehabt haben, die Voltigiergruppe zu schließen?“, fragt Möbus und ergänzt: „Wenn man auf unseren Vorschlag eingegangen wäre und wir damit keine monatlichen Zuzahlungen mehr gehabt hätten, wir hätten damit auf ewig gut leben können.“

Möbus betont, dass der Vorstand gegenüber sich selbst und dem Verein, gleichwohl auch gegenüber denen, die ihn mit viel Geld unterstützten, eine hohe Verantwortung habe. Sicher sei, dass man seit Jahren einen großen Betrag in die Voltigier-Gruppe investiert habe.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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