Patenschaft zwischen Burgwald und Burgwaldkaserne

Ein Stück Burgwald in der Kaserne

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Kompaniechef Nils Johannes, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Heinz Klem, Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch und Oberstleutnant Elmar Henschen (von links) besiegeln die Patenschaft zwischen Gemeinde und der zweiten Kompanie.

Frankenberg - Die Burgwaldkaserne und die Gemeinde Burgwald verbindet schon seit Jahren ein freundschaftliches Miteinander. Das haben Politiker und Soldaten mit einer Urkunde besiegelt: Die Gemeinde Burgwald ist Pate der zweiten Kompanie des Bataillons für elektronische Kampfaufklärung 932.

Ein kleines bisschen Burgwald mitten im Gebiet der Stadt Frankenberg findet sich seit Donnerstagabend in der Burgwaldkaserne. Ein gelbes Ortsschild vor dem Block der zweiten Kompanie kündigt an: Gemeinde Burgwald. „Es erinnert uns jeden morgen an die Patenschaft. Wenn wir zum Dienst in unseren Kompanieblock kommen, betreten wir die Gemeinde Burgwald“, sagte Kompaniechef Nils Johannes.

Als Bürgermeister Lothar Koch die Idee hatte, eine Patenschaft mit der Kaserne einzugehen, fand sich schnell die Kompanie von Johannes. Viele Soldaten der Kompanie haben eine Heimat in einem der Burgwalder Ortsteile gefunden und bringen sich laut Koch in die Politik und die Vereine ein.

Johannes ist wichtig, dass seine Kompanie einen Rückhalt in der Bevölkerung hat. „Durch diese enge Verbindung in einer Patenschaft zeigt die Gemeinde das Interesse an uns“, sagte der Kompaniechef bei einem gemeinsamen Sommerfest der Soldaten und der Vertreter der Gemeinde vor dem Block der zweiten Kompanie.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Heinz Klem erklärte den Soldaten, dass die Gemeinde es als ihre Pflicht für das gemeinsame Miteinander sehe, diese Fürsorgepflicht für die Soldaten zu übernehmen. „Die Soldaten der Burgwaldkaserne sind Teil unserer Bevölkerung. Sie leben und lachen mit uns und wir bangen mit ihnen, wenn sie im Einsatz sind.“

„Ich habe größten Respekt vor Ihrer Bereitschaft und Ihrem Mut, sich in gefährliche Konflikte einzubringen“, sagte Koch zu den Soldaten. Sie seien auch Krisenmanager und ersticken gefährliche Situationen bereits im Keim. „Sonst sind sie schneller in Deutschland, als uns lieb ist.“ Koch zitierte den Bundespräsidenten Joachim Gauck. In Afghanistan sagte dieser: „Frieden entwickeln - das braucht Mut. Was es nicht braucht ist Übermut.“

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