Dörnholzhäuser laden am 30. und 31. August zum Dorffest mit Schleppertreffen ein

Mit 28 PS 24 Stunden lang pflügen

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Gerhard Dersch, Daniel Seibel sowie Matthias und August Eckel mit Beifahrerin Josephina (v.l.) freuen sich aufs Wochenende: Dann wollen sie mit ihren „Dieselrössern“ 24 Stunden am Stück pflügen – unter Flutlicht und mit Zuschauern.

Frankenberg - Dörnholzhausen - Zwei alte Traktoren, vier Fahrer und vier Hektar Land: Matthias und August Eckel, Gerhard Dersch und Daniel Seibel wollen am Wochenende 24 Stunden am Stück pflügen. Während sie mit ihren Oldtimern über den Acker tuckern, wird am Feldrand gemütlich gefeiert.

Im Jahr 2006 fand zum ersten Mal ein 24-Stunden-Pflügen samt Dorffest in Dörnholzhausen statt. „Es waren 1000 Leute da – das war gigantisch“, erinnert sich Organisator Matthias Eckel. Und es war die ganze Zeit etwas los am Feldrand: Gingen die einen nach Hause, kamen die anderen von anderen Festen auf einen Absacker. Und als die sich auf den Heimweg machten, folgten schon die nächsten Zuschauer.

Nach acht Jahren wurde es mal wieder Zeit, diese Aktion zu wiederholen, finden die Dörnholzhäuser Landwirte. Damit aus dem 24-Stunden-Pflügen wieder ein großes Fest werden kann, stehen etwa 50 Leute auf dem Dienstplan: Jeder Dörnholzhäuser über 14 und unter 65 Jahren ist zum Helfen eingeteilt.

Die beiden Oldtimer-Traktoren - ein Hanomag mit 16 PS und ein Fendt mit 12 PS - haben vor acht Jahren durchgehalten, und auch in diesem Jahr sollen sie wieder 24 Stunden am Stück tuckern: Damit das möglich ist, werden sie mit einer mobilen Tankstelle alle vier, fünf Stunden betankt. Einen Ölwechsel haben die beiden Oldies schon bekommen, die Luftfilter wurden ausgeblasen und das ein oder andere alte Teil ein wenig ausgebessert. Vor allem aber haben die vier Fahrer einen Landmaschinenmechaniker an der Hand, der in der kompletten Zeit „Rufbereitschaft“ hat – falls einer der Oldtimer Mucken macht.

Das Technische Hilfswerk sorgt für Flutlicht, auch die beiden Schlepper werden illuminiert, damit die Zuschauer auch im Dunkeln sehen, wie sich die Oldtimer schlagen. Dabei dürfen auch Kinder auf dem Seitensitz Platz nehmen und – für zwei Euro. Das Geld wird, wie schon vor acht Jahren, an die Lebenshilfe gespendet.

Besonders willkommen sind Besucher, die selbst auf dem Traktor nach Dörnholzhausen fahren: „Wer am Samstag mit dem Schlepper kommt, bekommt ein Würstchen und ein Bier gratis“, verspricht Matthias Eckel. Am Sonntag soll ein Schleppertreffen unter dem Motto „20.000 PS“ entstehen. Zudem wird das Dorf gesucht, das mit den meisten Pferdestärken in dem kleinen Frankenberger Stadtteil anrückt. Damit auch die Schlepperfreunde mit alten Traktoren eine Chance haben, gibt es für Oldtimer für jedes „Lebensjahr“ Extrapunkte. Das Dorf oder der Verein mit den meisten angereisten PS erhält 50 Liter Freibier.

Gepflügt wird von 15 Uhr am Samstag bis 15 Uhr am Sonntag. In dieser Zeit ist auch das Festzelt geöffnet. Am Samstagabend findet ein Oldie-Abend mit DJ Jake statt. An beiden Tagen gibt es eine große Maschinenausstellung heimischer Landmaschinenhändler. Der Eintritt zum 24-Stunden-Pflügen ist frei. (apa)

Mehr lesen Sie in der gedruckten FZ am Donnerstag, 28. August.

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