Löhlbach

Ein Supermarkt für den größten Ortsteil

- Haina-Löhlbach (apa). Zwei Supermarktketten haben Interesse an einem Laden in Löhlbach signalisiert. Möglich sind entweder ein 1000 Quadratmeter großer Neubau oder die Nutzung des leer stehenden Elli-Marktes.

Das Interesse an Löhlbach als Standort für einen Supermarkt ist groß: Zwei verschiedene Ketten haben signalisiert, dort tätig werden zu wollen. Für Bürgermeister Rudolf Backhaus ist dieses Interesse der Supermarktbetreiber durchaus verständlich: „Wir haben fast 1500 Einwohner und die Bundesstraße mit dem Durchgangsverkehr“, sagte er am Freitag im FZ-Gespräch. Zwei Varianten sind nach Angaben von Backhaus derzeit im Gespräch: Ein Discounter hat einen Neubau in Erwägung gezogen. Die Planung bezieht sich auf eine Fläche an der Bundesstraße, auf der sich der Löschteich und Parkplätze der „Ahlen Schüle“ befinden. Vorgesehen wäre ein Geschäft mit etwa 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bei dieser Variante liegt auch Interesse von anderen Geschäftszweigen vor, darunter von einer Bank, sagte Backhaus. Die zweite Variante wäre die Nutzung des vorhandenen Ladengeschäfts, in dem sich bis voriges Jahr der Elli-Markt befand. An dieser Fläche hat eine renommierte Supermarkt-Kette Interesse gezeigt. Die Verkaufsfläche dort wäre allerdings deutlich geringer: Sie beträgt etwa 300 bis 400 Quadratmeter, erläuterte Backhaus. Auch für Nebengeschäfte wäre dort kein Platz. Der Rathauschef schätzt derzeit die zweite Variante als realistischer ein, er favorisiert jedoch die erste. Bei dem Discounter habe er sich in der vergangenen Zeit mehrfach über den Stand der Planungen informieren wollen, allerdings habe sich das Unternehmen „nicht mehr gerührt“. Die Gemeinde habe „alles getan, was wir können. Jetzt sind die am Zug“, sagte Backhaus am Donnerstagabend in der Gemeindevertretersitzung. Aus Sicht des Bürgermeisters wäre die größere Variante wegen der zusätzlichen Angebote für die Bürger wünschenswert. Acht Wochen wolle er dem Unternehmen noch geben, sich bei der Gemeinde zu melden – wenn bis dahin nichts geschehen sei, werde vermutlich der andere Anbieter zum Zuge kommen, sagte Backhaus.

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