Frankenberg

Die „Tabacs“ rocken für die Haiti-Hilfe

- Zweimal Livemusic in Folge gibt es am Wochenende im „Klimperkasten“: Am Freitag, 5. Februar, spielen die „Tabacs“ für die Haiti-Hilfe, am Samstag kommt Marburgs „Hardcore-Troubadour“ nach Frankenberg.

Frankenberg. „Einen guten Zweck mit Spaß zu verbinden, das ist doch eine gute Sache“, sagt Tobias Koch, Schlagzeuger der Frankenberger Band „Tabacs“, und bringt das Konzept des Benefizkonzerts am Freitag ab 21 Uhr auf den Punkt. Die Band hat Spaß am Spielen und verzichtet auf die Gage, das Publikum hat Spaß an der Musik und spendet mit dem Eintrittsgeld von fünf Euro (diesmal gibt es keine Ermäßigungen) für die Erdbebenopfer in Haiti, genauer gesagt für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die in dem verwüsteten Land im Einsatz ist. Auch Klimperkasten-Wirt Herbert Salzmann fand die Idee gut und hat sofort zugestimmt. „Wir haben 2005 schon mal ein Benefizkonzert für die Tsunami-Opfer gegeben, dabei ist einiges zusammengekommen“, sagt Koch. „Da lag es jetzt nahe, das zu wiederholen.“ Der Plan für das Benefizkonzert am Freitag ist dennoch ganz kurzfristig entstanden – umso mehr freut es Koch, dass es klappt, und hofft auf viele spendende Zuhörer. Für „Ärzte ohne Grenzen“ hätten sie sich entschieden, weil bei dieser Organisation sehr viel von den Spendengeldern bei den betroffenen Menschen ankomme, sagt der Drummer Tobias Koch. Es sei ohnehin mal wieder an der Zeit gewesen, dass die Band in ihrer Heimat Frankenberg auftritt, sagt Koch. „Wir haben seit über einem Jahr nicht mehr hier gespielt.“ Die „Tabacs“ stehen musikalisch in der Tradition von Jimi Hendrix, Cream, Rory Gallagher und Stevie Ray Vaughan, also den klassischen Drei-Mann-Besetzungen, bei denen Raum für Dynamik, Spielfreude und Improvisation entsteht – den die „Tabacs“ gekonnt zu nutzen wissen. Neben Interpretationen der Klassiker aus den späten 1960ern und frühen 70ern spielen die „Tabacs“ auch aktuelle Rocksongs, wobei sie auch vor Trio-untypischen ­Stücken nicht zurückschrecken, sondern ihnen ihren eigenen musikalischen Stempel aufdrücken. Aufgefrischt wird das ­Programm durch selbst komponierte Stücke, bei denen sich durch die Kombination der verschiedenen Einflüsse wie Rock ’n’ Roll, Blues und Rock eine eigenständige Mischung ergibt.Am Samstag,6. Februar, steht ein weiteres Konzert auf dem Programm im „Klimperkasten“: Auf der Bühne steht dann Robert Oberbeck, Singer und Songwriter und laut Ankündigung des Veranstalters „Marburgs Hardcore-Troubadour“. Musikalisch verbinden seine Songs Rock, Folk und Country. In seinen Texten erzählt er Geschichten von hoffnungslosen Romantikern, zerschossenen Kleinstadtseelen und verzweifelten Herzen. Immer authentisch und direkt, ohne falsche Wahrheiten und doppelten Boden. Angetrieben von seiner akustischen Gitarre und seiner kraftvollen, rauen Stimme lässt er Einflüsse von Springsteen, Dylan bis Tom Petty erkennen. Das klingt nach einem weiteren unterhaltsamen Konzertabend im Irish Pub. Der Eintritt kostet 3,50 Euro und mit Ermäßigung für Schüler und Studenten zwei Euro. Beginn ist um 21 Uhr. (mba)

Kommentare