Dr. Harald Schneider stellt Fälle und Methoden kriminalistischer Untersuchungen vor

Dem Täter auf der DNA-Spur

Dr. Harald Schneider referierte in der Burgberghalle bei der Frankenberger Industriemeistervereinigung über den genetischen Fingerabdruck in der kriminalistischen Praxis. Den interessanten Vortrag verfolgten rund 160 Zuhörer.Foto: Peter Bienhaus

Battenberg - Sendungen wie „Aktenzeichen XY ungelöst“ erfreuen sich großer Beliebtheit. So auch Dr. Harald Schneiders Vortrag über die Macht der Genanalyse.

Verbrechen lohnen sich nicht“, stellte Dr. Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt in seinem einstündigen Vortrag in der Burgberghalle fest. Rund 160 Zuhörer erlebten einen interessanten und informativen Bericht zum Thema „Dem Täter auf der Spur - der genetische Fingerabdruck in der kriminalistischen Praxis“. Eingeladen hatte die Frankenberger Indu­striemeistervereinigung (IMV). Vorsitzender Holger Paulus begrüßte Referent und Zuhörer.

In seinem kurzweiligen Vortrag informierte Dr. Schneider über die Entwicklung der DNA-Analyse, mit der es möglich ist, die Tatortspuren besser und effizienter auszuwerten. Die Methode helfe auch, früher begangene Verbrechen aufzuklären und Täter zu überführen. Hilfreich dabei sei auch die neu aufgebaute, weltweite DNA-Datenbank.

Verbrechen auf dem Lande

Nicht nur in Ballungszentren und Großstädten passierten Verbrechen, sondern auch im ländlichen Raum und „vor der Haustür“. Dies machte Dr. Schneider mit den Fallbeispielen aus der nordhessischen Region deutlich. Für ihn gelte die alte kriminalistische Regel, dass ein Tatort spricht. Es bedürfe lediglich geeigneter Methoden, ihn zum Reden zu bringen.

Seit zwei Jahrzehnten wird auf den genetischen Fingerabdruck in der kriminalistischen Praxis besonders geachtet. Kleinste Spuren werden gesichert und identifiziert. In vier Phasen wird das persönliche und unverwechselbare Genom des Täters ermittelt. Das Verfahren und seine revolutionäre Technologie wird immer weiter entwickelt. In der Erprobung ist die digitale 3D-Tatortaufnahme.

Erfolgreiches Kriminalamt

Während des Vortrags zeigte Dr. Schneider Bilder von Verbrechen und erklärte die Ergebnisse der Spuren-Ermittlung, die zur Überführung und Verurteilung des Verbrechers führten. Mit gewissem Stolz verwies er auch auf die erfolgreiche Arbeit des Hessischen Landeskriminalamts. Die weiter entwickelte DNA-Analyse werde mittlerweile auch anderweitig, beispielsweise zur Bestimmung des Gesundheits-Risikos, eingesetzt. (ph)

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