Täter nutzte sein Opfer aus: Zwei Jahre auf Bewährung

Frankenberg. Weil ein 26-Jähriger aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Gutgläubigkeit eines 25-Jährigen aus dem Frankenberger Land ausgenutzt haben soll, indem er ihn drei Jahre teilweise auch durch Drohungen zu Geldzahlungen bewegt habe, stand er gestern vor dem Frankenberger Amtsgericht.

Richterin Hülshorst sprach den Angeklagten schuldig: Für gewerbsmäßigen Betrug in 27 Fällen wurde der 26-Jährige zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Die Bewährungszeit legte Hülshorst auf drei Jahre fest, in denen der Angeklagte monatlich 30 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten muss.

Geht er in dieser Zeit wieder einer festen Arbeit nach, so muss er stattdessen monatlich 200 Euro Schadenswiedergutmachung an sein Opfer zahlen. Der Angeklagte soll von März 2009 bis November 2011 insgesamt 9210 Euro von dem 25-Jährigen erhalten haben.

Nach Angaben des jungen Mannes brauchte der Angeklagte das Geld für ein kaputtes Auto, zum Tanken oder für seine Mutter, die angeblich entführt wurde. „Ich war gutmütig und habe ihm das Geld gegeben“, sagte der Mann aus dem Frankenberger Land

„Die 27 Fälle nehme ich auf keinen Fall auf meine Kappe“, sagte der Angeklagte. Er habe sich zwar Geld bei dem jungen Mann geliehen, allerdings nur in Höhe von etwa 3500 Euro. Außerdem habe er den 25-Jährigen zu keinem Zeitpunkt bedroht. „Ich habe mich immer herzlich bedankt, wenn er mir Geld gegeben hat“, sagte der Angeklagte. Er habe in dem besagten Zeitraum die schlechte Angewohnheit gehabt, an Spielautomaten zu spielen. Zusätzlich habe er Schulden und einen Das sahen Richterin Hülshorst und die Staatsanwaltschaft anders. Der Angeklagte habe sich bewusst naive und leichtgläubige Menschen ausgesucht, die sich nicht wehren können.(lw)

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Quelle: HNA

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