Frankenberg

Tafel hofft auf weitere Unterstützung

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- Frankenberg (jos). Obwohl bei dem Verein alle Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind, verschlingt der laufende Betrieb hohe Kosten. Deshalb ist die Frankenberger Tafel auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.

Alleine 1100 Euro Miete bezahlt der Verein laut Schriftführer Hans-Jürgen Wilhelm monatlich für die Räume in der Frankenberger Auestraße. Hinzu kommen die Unterhaltungskosten für zwei Fahrzeuge, mit denen Ehrenamtliche an vier Tagen in der Woche die Lebensmittel aus insgesamt 56 umliegenden Supermärkten, Bäckerläden und Metzgereien abholen. Um die durch den Umzug in die neuen Räume gestiegenen Ausgaben zu finanzieren, hat der Verein die Kommunen im Frankenberger Land und die Stadt Hallenberg gebeten, ihren Mitgliedbeitrag aufzustocken. Die Städte und Gemeinden haben laut Wilhelm daraufhin ebenso wie der Landkreis ihren Beitrag verdoppelt – künftig zahlen sie jeweils 120 Euro pro Jahr.

Um den Verwaltungschefs die Abläufe in der Frankenberger Tafel-Zentrale zu erklären und sie über die Arbeit der insgesamt rund 80 ehrenamtlichen Mitarbeiter zu informieren, hatte der Vorstand gestern zu einem Rundgang eingeladen. Am Rande des Termins warb Wilhelm um weitere Unterstützung durch die Kommunen: „Was uns beispielsweise sehr helfen würde, wäre eine Befreiung von den Müllgebühren“, sagte der Schriftführer.Vorsitzender Ernst-Dieter Mankel erinnerte die Politiker an die Entstehungsgeschichte der Tafel:

Derzeit zählt die Tafel 728 Kunden. Die meisten davon kommen aus Frankenberg. Unter den Kunden sind 259 Kinder. Aber auch Senioren sind auf das Angebot angewiesen: 120 Kunden sind älter als 60.Jeder, der Sozialleistungen bezieht, kann bei der Tafel Kunde werden und eine Berechtigungskarte bekommen. Für den symbolischen Betrag von einem Euro pro Einkauf erhalten die Kunden alle zwei Wochen zu einem festen Termin einen fertig zusammengestellten Warenkorb. „Die Obergrenze liegt bei 800 Kunden“, erläuterte Wilhelm. Zeitweise hatte die Tafel eine Warteliste geführt, das sei momentan aber nicht notwendig. Derzeit erhalte jeder Empfänger von Sozialleistungen eine Kundenkarte bei der Frankenberger Tafel.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 9. Februar

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