Tafeln erinnern an Namensgeber Frankenberger Straßenzüge

+
Mit erklärenden Hinweistafeln wird in Frankenberg jetzt an die Namensgeber von Straßenzügen in Frankenberg erinnert: Auf dem Foto (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß mit einem Foto von Samson Dilloff, Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse mit einem Bild mit hunderten von Menschen aus dem KZ Buchenwald (darunter vermutlich der Frankenberger Ferdinand Stern) sowie Karl-Hermann Völker vom Geschichtsverein mit einer Abbildung des Tyle von Frankenberg am Wetzlarer Dom.

Frankenberg. Sternstraße, Tylestraße und Dilloffstraße: Die Namen dieser drei Straßen im Frankenberger Wohngebiet Hinterscheide kommen nicht von ungefähr. Nun erinnern kleine Tafeln an den Straßenschildern an die Namensgeber.

Die drei Straßen erinnern an den letzten Lehrer der jüdischen Gemeinde Ferdinand Stern, an den Erbauer der Marienkirche Tyle von Frankenberg und den früheren Frankenberger Stadtrat Samson Dilloff.

Das Problem: Ein am 10. Februar 1994 gut gedachter Beschluss des Frankenberger Stadtparlaments, als das Baugebiet Hinterscheide geschaffen wurde, war damals höchst missverständlich umgesetzt worden. So ließ die Sternstraße – auch durch die nicht richtige Schreibweise – eher auf einen astronomischen Himmelskörper schließen als auf einen früheren Einwohner der Stadt Frankenberg. Selbst die meisten Anwohner des Wohngebiets konnten die Straßennamen bislang kaum mit den dahinter stehenden Menschen in Verbindung bringen.

Das hat sich nun geändert. In dieser Woche ließ die Stadtverwaltung an den Straßenschildern kleine Ergänzungstäfelchen anbringen, mit denen an die Namensgeber der Straßen erinnert wird. Der Text auf diesen kleinen Tafeln war vorher mit Stadtarchivar Dr. Horst Hecker abgestimmt worden, wie Bürgermeister Rüdiger Heß bei einem Ortstermin anmerkte.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

Quelle: HNA

Kommentare