Tagesmütter werden im Kreis immer öfter benötigt

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Tagesmütter und -väter in Waldeck-Frankenberg ist in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen.

Das berichtet Monika Padberg-Koert, die beim Landkreis Fachberaterin für Jugend ist. „Eltern müssen angesichts ihrer Arbeitszeiten immer flexibler werden und sind mehr eingespannt. Sie sind des öfteren im Schichtdienst oder am Wochenende tätig. Deshalb benötigen sie für ihren Nachwuchs immer häufiger eine Kinderbetreuung, die genau die Zeiten abdeckt, zu denen sie arbeiten gehen“, nennt Padberg-Koert die Gründe für den gestiegenen Bedarf.

Im Landkreis gibt es derzeit 89 Tagesmütter und drei Tagesväter. Genaue Zahlen, wie dies in den vergangenen Jahren aussah, habe Padberg-Koert zwar nicht, da sie stetig variieren würden. Sie wisse aber aus Erfahrung, dass der Bedarf deutlich gestiegen ist. „Fast täglich werde ich angerufen, da sich die meist selbständigen Kinderbetreuer bei mir an- und auch wieder abmelden müssen, um ihrer Tätigkeit nachgehen zu dürfen“, sagt Padberg-Koert. In Frankenberg gebe es aktuell acht Tagesmütter, in Korbach sind es 15.

Dass die Rufe nach Tagesmüttern und -vätern in den zurückliegenden Jahren lauter geworden sind, hat auch das Statistische Bundesamt festgestellt. Im Jahr 2012, bei der letzten Zählung, standen 43 400 Tagesmütter und -väter in der Statistik zu Buche. Im Vergleich zu 2007 bedeutete das deutschlandweit einen Anstieg um 31 Prozent.

Monika Padberg-Koert berichtet, dass sich Personen, die Tagesmutter oder Tagesvater werden wollen, beim Jugendamt beraten lassen und dann einen Antrag stellen müssen. Es werde dann geprüft, ob die Voraussetzungen für die Kindertagespflege erfüllt werden. So werde zum Beispiel eine Qualifikation zur Kinderbetreuung und ein geeignetes Umfeld im Haus benötigt.

Von Johanna Daher

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Quelle: HNA

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