9. Frankenberg Open-Air-Classic am Samstag, 19. Juli,

„Tango meets Movie“ im Autohaus Beil

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Der Rhythmus des Lebens prägte im vergangenen Jahr das achte Beil Classic Open Air. Am nächsten Wochenende steht der Rhythmus Lateinamerikas im Mittelpunkt: „Tango meets Movie“ lautet der Titel des Freiluftkonzerts.(Archivfoto: Malte Glotz)

Frankenberg - Argentinien war Gegner der deutschen Nationalelf im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Ergebnis ist bekannt. Argentinisch wird es auch am Wochenende danach. Beim neunten Beil Classic Open Air lassen Schüler aus Frankenberg und Bad Arolsen unter dem Titel „Tango meets Movie“ den argentinischen Nationaltanz auf Filmhits treffen.

Pure Leidenschaft ist der Tango, der wohl innigste aller Gesellschaftstänze. Und so leidenschaftlich wie die Bewegungen ist auch die zugehörige Musik: klassisch und zugleich rasant, mitreißend und bezaubernd. Der Tango drückt die ganze lateinamerikanische Lebensfreude aus. Und weil Lateinamerika wegen der Fußball-Weltmeisterschaft seit Wochen im Fokus steht, wurde der Kontinent als Leitmotiv für die neunte Auflage des Beil Classic Open Airs im Autohaus Beil am Samstag, 19. Juli, ausgewählt.

Getanzt wird dabei allerdings auf der neu gestalteten und deutlich gewachsenen Bühne nicht. Beim Beil Classic Open Air steht wie gewohnt die Musik im Vordergrund. Die Schüler aus Bad Arolsen und Frankenberg musizieren seit Jahren auf einem derart hohen Niveau, dass ihr Schaffen erstmals eine ganz besondere Anerkennung erfährt: Das Open Air auf dem Freigelän-de des Fran-kenberger Autohauses Beil findet sich im Programm des „Kultursommers Nordhessen“.

So finden sicherlich auch einige Kasseler den Weg nach Frankenberg - und dürften dort auf Bekannte treffen: Unterstützung bekommen die Jugendsinfonieorchester der Edertalschule und der Christian-Rauch-Schule vom Kasseler Tango-Ensemble mit Gunther Fuhr am Bandoneon, Berthold Mayrhofer am Kontrabass und Diego Jascalevich mit Gitarre und Chárango.

Auf den sonst beim Open Air üblichen Solokünstler von außerhalb verzichten die beiden Lehrer Markus Wagener und Rainer Böttcher jedoch. Aus gutem Grund: Mit Anna-Sophie Kobus haben die Schüler eine Solistin ersten Ranges in ihren eigenen Reihen. Sie spielt unter anderem die „Zigeunerweisen für Violine und Orchester“ von Pablo de ­Sarasate. „Das Stück stellt höchste Anforderungen an die Solistin“, verrät Lehrer Markus Wagener - und zeigt sich zugleich gewiss, dass die junge Streicherin dies problemlos absolviert, denn geübt haben die Schüler in den vergangenen Wochen zur Genüge.

Höhepunkte dieser „Lehrzeit“ waren Auftritte bei den Festspielen in Bad Hersfeld. Zudem haben sie neben ihren Lehrern Böttcher und Wagener einen weiteren Dirigenten kennengelernt, der sie am Konzertabend sicher durch das Programm führt: Peter Zielenka. Üblicherweise dirigiert Zielenka das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks. Von den jungen Musikern jedoch ist er so angetan, dass er mit ihnen von Lateinamerika nach Hollywood reist, denn Filmmusik bildet neben dem Tango den zwei-ten Schwerpunkt des Abends.

Hintergrund:

Das neunte Beil Classic Open Air beginnt am Samstag, 19. Juli, um 20 Uhr. Einlass auf das Freigelände des Autohauses Beil in der Siegener Straße ist jedoch bereits ab 18 Uhr – und ein frühes Erscheinen lohnt aus musikalischen wie kulinarischen Gründen. Die Gäste werden begrüßt von der Bigband „Back to Jazz“ der Edertalschule rund um Doc Hassel. Sie gestaltet ein kurzweiliges Vorprogramm, das sich niemandem aufdrängt. Auch ein kleiner Snack ist schon im Voraus zu haben: Seit Jahren vertraut Gastgeber Günter Beil auf die Verköstigung durch Schmitt Gastronomie – so auch in diesem Jahr. Mit raffinierten Kleinigkeiten, passend zur argentinischen Musik, bereichert das Team die gewohnt hochwertige Freiluftküche. Erfrischende Drinks versüßen den Abend. Autofahrer müssen am Konzertabend darauf achten, dass wie in jedem Jahr die Siegener Straße zwischen dem Kreisel und der Einfahrt zum Tegut-Markt gesperrt ist. Karten für das Classic Open Air gibt es zum Preis von 15 Euro im Autohaus Beil in Frankenberg und Korbach, in den Sekretariaten der Schulen, bei der Heimatzeitung sowie im Internet unter www.kultursommer-nordhessen.de.

Von Malte Glotz

So war es im vergangenen Jahr

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