Tanzen und Blut spenden: Landjugend wettet mit Bürgermeistern

Wette für den guten Zweck: Die Landjugend Geismar ruft für den 5. Oktober zum Blutspenden in der Ederberglandhalle auf. Foto:  dpa

Frankenberger Land. Die Landjugend Geismar ruft zum Blutspenden auf, die Trachtengruppe Laisa will einen riesigen Tanzkreis ums Heimatmuseum stellen, und die Landjugend Rosenthal fordert ihre Stadtverordneten zum Volkstanz auf.

Hinter diesen drei Aktionen stehen Wetten der heimischen Landjugendgruppen mit ihrem jeweiligen Bürgermeister. Was es damit auf sich hat, erklärt Carolin Hecker (Geismar), Vorsitzende der Hessischen Landjugend, im Gespräch mit der HNA.

"Die Aktion heißt Jugend.macht.land, kommt vom Bund der deutschen Landjugend (BDL) und soll den Fokus auf den großartigen Einsatz der Landjugendlichen lenken, die sie in diesen Aktionen unter Beweis stellen, die sie aber auch tagtäglich leisten", sagt Hecker. "Wir Landjugendlichen wollen damit zeigen, was wir alles für unser Dorf und unsere Region tun und dass Landjugend etwas bewegen kann und mitgestaltet."

Ziel des BDL sei es, die Anerkennung und Unterstützung in den einzelnen Kommunen, in der Landes- und Bundespolitik zu steigern - etwa bei der Ausübung von Ehrenämtern neben Schule, Ausbildung und Beruf.

Die Landjugendgruppen Laisa, Geismar und Rosenthal haben sich folgende Wetten überlegt, bei denen auch die Unterstützung der Bevölkerung gefragt ist:

• Laisa: Die Trachtengruppe will am Samstag, 3. Oktober, mit einem großen Tanzkreis die Sternpolka rund um das Laisaer Heimatmuseum tanzen. Dafür werden Mittänzer gesucht, die nicht unbedingt Tanzerfahrung haben müssen. Wichtig ist, dass möglichst viele kommen und - falls vorhanden - die Laisaer Tracht anziehen. Beginn ist um 10 Uhr am Museum neben der Kirche. Gewinnt die Gruppe, muss Bürgermeister Christian Klein bei einer Veranstaltung in Laisa Würstchen braten und verkaufen, verliert sie, tanzt sie kostenlos bei einer städtischen Veranstaltung.

• Geismar: Die Gruppe will - mit Unterstützung aus der Bevölkerung - die Beteiligung am regulären Blutspendetermin am Montag, 5. Oktober, in der Ederberglandhalle (15 bis 20 Uhr) um 50 Prozent gegenüber anderen Terminen steigern. Schafft sie das, verzichtet die Stadt beim Trachtenfest 2018 in Geismar auf die Sperrstunde, verliert sie die Wette, darf sich Bürgermeister Rüdiger Heß eine Veranstaltung aussuchen, bei der die Gruppen kostenlos tanzt.

• Rosenthal: Die Landjugend hat Stadtparlament und Magistrat herausgefordert: Die Stadtpolitiker müssen beim Rosenthaler Grenzgang am Sonntag, 11. Oktober, mindestens acht Tänzerinnen und Tänzer für einen gemeinsamen Tanzkreis mit der Landjugend aufbieten. Klappt das, veranstaltet die Landjugend einen Adventsmarkt für den guten Zweck. Sind es zu wenige Politiker, die tanzen, muss die Stadt der Landjugend im November den Bus zum Hessischen Volkstanzturnier bezahlen.

Quelle: HNA

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