Theater in Allendorf/Hardtberg

Mit Tarek gegen die Schlaglöcher

+
Alles fing mit einem Streit um einen Beitrag zum Jubiläum des Schützenvereins an: Die Allendorfer Theatergruppe begeisterte mit dem Zweiakter „Hubertus und die weiße Maus“ das Publikum.Fotos: Frank Seumer

Frankenau - Allendorf - Für viel Gelächter hat am Samstag und Sonntag das "Theater am Hardtberg" im Allendorfer Dorfgemeinschaftshaus gesorgt. Acht Laiendarsteller begeisterten mit dem lustigen Zweiakter "Hubertus und die Weiße Maus".

Von Goethes Faust bis zum Vergnügen in der Frankfurter Nachtbar „Weiße Maus“ reichte die Handlung in dem heiteren Theaterstück „Hubertus und die Weiße Maus“. Im Mittelpunkt stand der „Pantoffelheld“ Hubertus, gespielt von Elvira Heinrichs. Sie schlüpfte mit perfekter Mimik und Körpersprache in die Männerrolle und sorgte für einen Lacher nach dem anderen.

Ob im Allendorfer „Platt“ oder auf Hochdeutsch: Heinrichs meisterte auch riesige Textpassagen mit Bravour. Besonders interessant: Kumpel Fridolin aus der Nachbarschaft wurde von ihrem Ehemann Ralf Heinrichs gespielt, der zwischendurch sogar in ein Frauenkleid schlüpfte. Verkehrte Rollen also, die manchem Zuschauer die Freudentränen in die Augen trieben. Das Stück spielte im Wohnzimmer der Familie Hammer vor dörflicher Kulisse. In den ersten Szenen drehte sich alles um den kulturellen Beitrag zum Jubiläum des Schützenvereins - entweder Chorsingen oder ein Vortrag von Goethes Faust. Schnell herrschte Uneinigkeit zwischen Mann und Frau. In der Nachbarsfamilie Mausloch fanden beide Geschlechter Verbündete. Nach einer Männertour zum Frankfurter Schauspielhaus, die in der Nachtbar von Madame Fifi endete, nahm das Chaos seinen Lauf: Die Ehefrauen, mit viel Energie dargestellt von Katja Wilke und Angela Jäger, entlarvten die Sünden und verurteilten die Männer zum lebenslangen Singen im Chor. Die französische Bardame Fifi, gespielt von Stefanie Garthe, kam zum Geldeintreiben und wurde von Fridolin mit Schlaftabletten lahm gelegt. Tochter Anita alias Daniela Schäfer schleuste eine zweite Französin als Untermieterin ins Haus. Jacqueline du Pont alias Doreen Neubauer widerfuhr dieses Schicksal.

Von Frank Seumer

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

Kommentare