Bottendorf

Tausende beim Jubiläumsfest - Video

- Burgwald-Bottendorf (rou). Rekordverdächtiges Dorf: Bottendorf hat nicht nur die längste Ortsdurchfahrt in Waldeck-Frankenberg, sondern darf sich seit Sonntag auch auf die Fahnen schreiben, den längsten jemals im Kreis organisierten stehenden Festzug geboten zu haben.

Das Wetter hätte besser nicht sein können: Bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen bis kurz vor Veranstaltungsende hat sich Bottendorf als durch und durch geschichtsbewusstes Dorf präsentiert und den schätzungsweise 10 000 Besuchern einen herrlichen Tag geschenkt. Sie flanierten unter anderem auf der Straße, die den Bottendorfern seit Jahren so viel Sorge bereitet: die Ortsdurchfahrt. Mit Ausnahme des ziehenden Festzuges war der Shuttle-Bus das einzige motorisierte Fahrzeug, das von 10 bis 18 Uhr auf der B 252 unterwegs war. Weiträumig hatte die Feuerwehr die Straße abgesperrt und die mit Autos angereisten Gäste auf Großraumparkplätze geleitet. So war die Asphaltpiste frei für Fahrradfahrer und Fußgänger. Und viele derer holten sich qualmende Füße. Weit mehr als 100 Gruppen, Vereine, Organisationen sowie Firmen hatte der Heimat- und Kulturverein eingeladen, sich, ihre Waren oder ihre Geschichte zu präsentieren. Und viele stellten sich so vor, wie es sich die Bottendorfer für ihr Jubiläumsfest „750 Jahre Bottendorf/700 Jahre Wolkersdorf“ gewünscht hatten: Der Historie und der Brauchtumspflege kam eine besondere Rolle zu. Vor allem die Heimatvereine aus den Dörfern des Frankenberger Landes zeigten, dass auch sie viel Sinn für ihre geschichtlichen Wurzeln haben. Viele präsentierten in alter Tracht alte Handwerkskunst. Der stehende Festzug hatte zwei Zentren: das eigentliche Bottendorfer Zentrum rund um die Martinskirche und die landwirtschaftlichen Anwesen auf den Flächen, auf denen vor Jahrhunderten das Schloss Wolkersdorf gestanden hatte. Und in regelmäßigen Abständen wurde auch dazwischen Interessantes, Spannendes und Kulinarisches geboten: zahlreiche Bottendorfer hatten ihre Grundstücke entlang der Bundesstraße geöffnet und stellten die Flächen für andere zur Verfügung oder beteiligten sich selber mit Programm. Und wem die rund 1,5 Kilometer von Bottendorf nach Wolkersdorf zu weit waren, der nutzte den Busverkehr. Doch die Masse der Besucher spazierte von hier nach dort. „Die Wege sind weit, aber wir wollten die Jubiläen von Bottendorf und Wolkersdorf gerne verbinden“, erklärte Ortsvorsteher Heinz Klem, der bereits am Mittag sichtlich zufrieden war. „Die Erwartungen wurden bei Weitem erfüllt“, sagte er und bezog auch die ersten vier Festtage in dieses Fazit mit ein. „Das Zelt war jeden Abend voll.“ Das Konzept sei somit aufgegangen.

Eine Bildergalerie zum stehenden und ziehenden Festzug finden Sie hier

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