Battenfeld

Tausende Besucher bei Kram- und Viehmarkt

- Allendorf-Battenfeld. Mehr als hundert Händler haben sich am Wochenende beim Kram- und Viehmarkt über gute Umsätze gefreut. Die Robustrinderschau am Samstag war mit 80 Tieren aus sechs Rassen so gut beschickt wie noch nie zuvor.

Mehrere Tausend Besucher kamen am Wochenende zum 30. Battenfelder Kram- und Viehmarkt. Die rund 100 Händler freuten sich über gute Umsätze.

„Von A wie Autowachs bis Z wie Zitronenbonbon, der Battenfelder Markt bietet einfach alles“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn bei der Eröffnung in der Sport- und Kulturhalle. Erstmals begann der traditionelle Markt mit einem Sektfrühstück, der obligatorische Marktrundgang mit zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft schloss sich an.

Den klassischen Schnapsumtrunk gabs anschließend beim Sockenstand von Berthold Pauls, einer der beständigsten Marktbeschicker. Ortsvorsteher Ulrich Kirchhübel nahm den 30. Kram- und Viehmarkt zum Anlass für eine Rückschau. 1980 wurde die frühere Tradition vom heutigen Marktmeister Walter Kroh mit rund 40 Ständen wiederbelebt.

Heute gehört der Markt für rund 100 Händler aus dem gesamten Bundesgebiet zum festen Terminkalender. Trotzdem fehlten diesmal einige bekannte Gesichter: „Viele haben den Cappucino-Mann vermisst, wo sich mancher immer mit seiner Jahresration eindeckt“. Dank des Feiertages fand der Markt in diesem Jahr bereits am Samstag großen Zuspruch.

Anziehungspunkt für die jüngsten Besucher war wieder das „Raketenkarusell“ am Eingang. Ausgefallen ist in diesem Jahr die Geflügel- und Kaninchenschau wegen Krankheit vieler Tiere. Die Bewirtung der Besucher übernahmen die Battenfelder Vereine in einer Gemeinschaftsaktion. Großes Zuschauerinteresse fand die die 15. Robustrinderschau am Samstag. Bürgermeister Junghenn dankte den Organisatoren Rosi und Christian Huhn. Als Wertungsrichter fungierten Stephan Bock und Zuchtleiter Jost Grünhaupt. Mit 80 Tieren aus sechs Rassen war sie so gut beschickt wie nie zuvor. Auffällig war diesmal die große Zahl an Rinder der Rasse Rotes Höhenvieh. Sie waren als klassisches Dreinutzungsrind früher in allen Mittelgebirgsdörfern zu Hause. Nachdem sie fast ausgestorben waren, erlebten sie ab den 80er Jahren wieder eine Renaissance.

Auch im Altkreis Frankenberg gibt es wieder einige Züchter der seltenen Rasse, der als einziger hessischend Rinderrasse von Land die Bezeichnung „Kellerwaldrind“ zuerkannt wurde. Im Mittelpunkt stand der Bulle „Stolz von Mosbach“ aus der Zucht von Jörg Bürger in Arfeld.

Sein Gewicht sollte geschätzt werden. Bei der öffentlichen Wiegung am Samstag Nachmittag brachte er 658 Kilogramm auf die Waage. Am nächsten dran lagen die Gewinner Diana Möller mit 654 und Erich Hirt mit 664 Kilogramm. Zuchtleiter Jost Grünhaupt nahm auch eine Körung von fünf Jungbullen der Rassen Galloway und Highland vor. Die höchsten Noten erzielte der aus Schottland importierte Galloway-Bulle „Ace“, vorgeführt von Bernd Schlichterle.

Am Sonntag zeigten die Freizeitreiter der „Ederscouts“ Reitvorführungen auf dem Viehmarktgelände. Kinder konnten reiten oder Kutsche fahren.

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