Viessmann-Azubis entwickeln "Technikhaus" für Grundschüler

Technik für Kinder erlebbar machen

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Wettbewerb „Meine Zukunft“ mit Viessmann-Azubis

Allendorf (Eder) - "Wir wollen die Kinder zum spielerischen Ausprobieren anregen, Neugier und Interesse wecken", sagen die vier Viessmann-Lehrlinge, die das mobile Technikhaus "VI TO School" entwickelt haben. Es ist ein Beitrag zu einem hessenweiten Wettbewerb. Schon jetzt steht fest, dass die Idee umgesetzt werden soll.

Die Viessmann-Werke stellen wieder ein Team zum Nachwuchswettbewerb „Meine Zukunft“ der Metall- und Elektroindustrie in Hessen. Die Auszubildenden Felix Specht (Fachlagerist), Lena Dreisbach (technische Produktdesignerin), Anna-Lena Steden (Außenhandelskauffrau), Kenan Sarac (Fertigungsmechaniker)und Ausbilder Martin Hirsch haben ein Konzept entwickelt, das Grundschüler für technische Themen begeistern soll. „VI TO School“ haben sie ihre Idee genannt: „Vito“ ist die Vorsilbe der Produktkette - bei den Azubis bedeutet der Begriff, dass sie in die Grundschulen gehen.

„Wir brauchen die Innovation“, sagt Felix Specht, der wie seine Kollegen im zweiten Lehrjahr ist. „Deshalb wollen wir die junge Generation für technische Themen begeistern. Grundschüler von heute sind potenzielle Nachwuchskräfte der Zukunft. Seit Oktober haben die Lehrlinge täglich ihre Idee weiterentwickelt. Den Anfang nahm das Technikhaus bei der gemeinsamen Projektwoche aller Viessmann-Azubis.

Mit „VI TO School“ schließen sie eine Lücke: „Mint für Minis“ vermittelt in Kindergärten spielerisch technische Grundlagen, Schüler weiterführender Schulen können Praktika absolvieren. „Der Baustein für die Grundschule fehlt“, sagt Anna-Lena Steden.

Grundlage für „VI TO School“ ist ein mobiles Technikhaus in Puppenhaus-Größe. Es verdeutlicht auf einfache Weise technische Zusammenhänge: Kinder können zum Beispiel Pelletkessel selbst befüllen oder alte Kühlgeräte gegen neue austauschen - ein Tablet zeigt dann den geringeren Stromverbrauch an. „Wir stellen eine Verbindung zu technischen Berufen her und stärken das Umweltbewusstsein“, sagt Kenan Sarac. Die einzelnen Zimmer stellen unterschiedliche technische Anforderungen an die Kinder.

Aus ganz Hessen nehmen Auszubildende und Duale Studenten in 17 Teams an dem Wettbewerb teil. Acht davon kommen aus Nordhessen, berichtet Frauke Syring, Pressereferentin der nordhessischen Metall- und Elektrounternehmen. Viessmann stellt als einzige Firma im Frankenberger Land eine Mannschaft.

Im vergangenen Jahr hat das Viessmann-Team die Goldmedaille geholt: Die „Lernfabrik“, bei der Inhalte der gewerblich-technischen und kaufmännischen Ausbildung verzahnt werden, werde zum Jahresende sogar im Unternehmen umgesetzt, berichtet Ausbildungsleiter Georg Glade. Gleiches passiere auch mit dem Projekt „VI TO School“: „Es werden Azubi-Teams in die Grundschulen der Region gehen“, sagt Glade.

In einer Woche muss die Präsentation fertiggestellt sein. Dann haben die Azubis bis zum 9. Januar Zeit, den Prototypen des Technikhauses zu bauen. Ob das Team den Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen kann, zeigt sich bis zum 25. Februar. Frauke Syring ist optimistisch: „Ich rechne dem Projekt gute Erfolgschancen aus - das Finale sollte drin sein.“

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