EWF im oberen Edertal

Techniker ziehen in die Scheune ein

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Kundenservice-Mitarbeiterin Sylwia Marczynski, Bürgermeister Heinfried Horsel und die Leiterin des technischen Stützpunktes in Battenberg, Dagmar Kock (von links), zeigen die Baupläne für die Scheune und den Garagentrakt.Foto: Patricia Kutsch

Battenberg - Das Kundenzentrum der Energie Waldeck-Frankenberg wächst: Seit vergangener Woche laufen die Sanierungsarbeiten an den Nebengebäuden der Battenberger Neuburg. Dort soll der technische Stützpunkt des Energieversorgers einziehen.

Im Servicezentrum sind die Mitarbeiterinnen der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) bereits seit Anfang des Jahres für die Kunden im oberen Edertal da. Sie haben zwei Räume im Erdgeschoss der Neuburg bezogen. Ein technischer Stützpunkt soll künftig den Service erweitern: Seit vergangener Woche Montag kennzeichnen Schilder im Innenhof der Neuburg eine Baustelle. Sowohl an der Scheune als auch am Garagentrakt laufen die Arbeiten.

„Wir wollen den vollen Service im oberen Edertal bieten“, sagt Heike Bayerköhler. Daher werde die EWF den technischen Bereitschaftsdienst übernehmen – im Falle einer Störung oder eines Stromausfalls solle den Bürgern im oberen Edertal möglichst schnell geholfen werden. Kurze Wege seien wichtig. Die Technikerin Dagmar Kock bezieht daher mit ihrem Team den neuen Stützpunkt in Battenberg.

Dieser Stützpunkt soll allen Anforderungen der Techniker, aber auch der Kunden, gerecht werden. Die Scheune der Neuburg bekommt neue Tore und vergrößerte Fenster. Von außen ändert sich laut Kock sonst nichts. Innen sollen die Veränderungen deutlicher werden: Im Erdgeschoss gibt es Platz für drei Fahrzeuge, Duschen und eine Stiefelwaschanlage. Unter dem Dach werden die Büros der Techniker eingerichtet – mit Leichtbauwänden und viel Glas. „Es werden trotzdem alle Brandschutzvorgaben erfüllt“, betont Bayerköhler. Dicke Wände an der Seite zur Neuburg hin schützen das Nachbargebäude im Brandfall mindestens 90 Minuten. Ein Aufzug an der Außenwand bietet zudem einen barrierefreien Zugang zu den Büros. Die Techniker des Energieversorgers beziehen ebenfalls den Garagentrakt der Neuburg. Dort entsteht laut Klock eine Werkstatt. Der Umbau soll zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Insgesamt investiert die EWF in den technischen Stützpunkt und das bereits eingerichtete Servicezentrum rund 500.000 Euro in die Battenberger Neuburg. „Es ist der Wunsch von Battenberg, Hatzfeld und Bromskirchen, dass die regionale EWF der Netzbetreiber für die Strom- und Gasnetze wird“, erklärt Bayerköhler. Das bereite der Energieversorger auf mehreren Ebenen zugleich vor: Durch die Einrichtung der Büros im oberen Edertal und durch die Vorbereitungen zu einer Übernahme der Netze von Eon.

Durch die Bauarbeiten und die sieben Mitarbeiter der EWF werden die Parkplätze im Hof der Neuburg laut Bürgermeister Heinfried Horsel allerdings knapper. Da habe die Verwaltung Abhilfe geschafft: Die Mitarbeiter parken auf einem Grundstück am Wassertor – dort wurde ein Haus abgerissen – und auf den Parkplätzen des ehemaligen Hotel Rohde. „Dadurch bleibt der Hof für die Besucher der Verwaltung und die Kunden der EWF frei“, sagt Horsel.

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