Marburger Studenten und Frankenberger Lions-Club betreiben Teddyklinik

Teddy Fritz auf dem Operationstisch

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Frankenberg - Die Leiden der Stofftiere sind beinahe so vielfältig wie in einem echten Krankenhaus: Fieber, Brandwunden, diverse Knochenbrüche, sogar abgetrennte Körperteile mussten gestern geheilt, behandelt und genäht werden - unter den kritischen Blicken und mit Hilfe der jungen Puppenmamas und Stofftierbesitzer.

Krankenhäuser können für Kinder ganz schön gruselig sein: Ärzte in grünen Kitteln mit Mundschutz und Haube, spitze Spritzen, ernste Gesichter - und das Schlimmste: Meistens tut etwas weh, wenn ein Besuch im Krankenhaus ansteht. Mehr als 300 Kinder werden künftig ganz sicher weniger Angst haben, falls sie selbst in diese Situation geraten. In der Teddyklinik haben sie gestern erlebt, dass ein Krankenhausbesuch gar nicht schlimm sein muss und dass in Ärztekitteln und Hauben sehr nette Leute stecken, die ihnen gerne helfen wollen. (apa)

Zum vierten Mal haben Studierende der Marburger Philipps-Universität mit Unterstützung des Frankenberger Lions-Clubs die Ederberglandhalle in eine Klinik verwandelt - mitsamt Ultraschall- und Röntgengeräten, zwei Operationssälen und Wartezimmer. Neben den Medizinstudenten sind auch angehende Pharmazeuten anwesend. Sie verteilen in der Apotheke Hunderte liebevoll gebastelte Eisbeutelchen und Wärmflaschen, Tee und Pflaster, Salben und Verbandszeug.

Mit großer Spannung und Ernsthaftigkeit beobachteten die Kleinen, was in der Teddyklinik mit ihren Schützlingen passiert - wie auch an allen anderen Stationen der Untersuchung. Denn anders als im echten Leben dürfen sie in der Teddyklinik alles selbst ausprobieren. „Die Kinder können Erfahrungen sammeln, ohne dass es sie selbst betrifft“, sagt Mitorgansatorin Marie-Luise Rübsam. Dass das Konzept funktioniert und bei den Kindern einen Lerneffekt erzeugt, habe nun auch eine aktuelle Studie gezeigt.

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