Suche nach neuem Standort läuft weiter

Tegut bleibt länger als bis 30. April

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Bleibt geöffnet, bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist: Die sechsmonatige Frist für den Frankenberger Tegut-Markt verstreicht am Monatsende. Weil aber Gespräche über einen neuen Standort geführt werden, wird weiterhin im alten Markt verkauft.Archivfoto: Glotz

Frankenberg - Statt am 1. November 2014 zu schließen, sollte die heimische Tegut-Filiale sechs Monate länger geöffnet bleiben, um Zeit für die Standort-Suche zu gewinnen. Die Frist endet in zwei Wochen - doch Tegut bleibt darüber hinaus geöffnet.

Gute Nachrichten hat Stella Kircher, Pressesprecherin der Fuldaer Einzelhandelskette Tegut, für die Frankenberger Kunden: „Die Filiale schließt nicht zum Monatsende“, sagte sie auf Anfrage der Frankenberger Zeitung. Dann endet eigentlich die selbst gesetzte Frist: Ursprünglich hätte die Filiale nach den Plänen der Unternehmenszentrale bereits Ende Oktober den letzten Verkaufstag haben sollen.

Nach massiven Protesten aus der Kundschaft, im Internet, durch heimische Lokal-, Kreis- und Landespolitiker und der Stadtverwaltung wurde der Entschluss gefasst, der Filiale noch sechs Monate zu geben. In dieser Zeit sollten Alternativen für einen neuen Standort gesucht werden.

„Diese Suche ist noch in vollem Gange“, sagte Kircher. Aus diesem Grund soll auch der Frankenberger Markt weiterhin geöffnet bleiben: „Wir haben mit dem Eigentümer eine flexible, unbefristete Vereinbarung getroffen“, erklärte sie. Ziel sei es, im Falle eines Neubaus in Frankenberg die bestehende Filiale bis zu Eröffnung weiterzubetreiben. Ob es aber wirklich zu einem Neubau kommt - etwa auf dem benachbarten und an einen Schwalmstädter Unternehmer veräußerten Kugel-Gelände -, sei noch offen.

Zugleich beruhigte sie nach einer Information an Korbacher Kunden: Dort wird ab Monatsende die Filiale umgebaut. Inhaber einer Kundenkarte erhielten Empfehlungen für alternative Märkte - Frankenberg tauchte dort nicht auf. „Das ist eine Entscheidung des Vertriebs und richtet sich nach Auslastung, Nähe und Attraktivität des Marktes“, sagte Kircher. Gerade an Letzterer mangele es in der Ederstadt - die hiesige Diskussion habe für diese Kundenmitteilung aber keine Rolle gespielt.

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