Löhlbach

Tegut will einen Betreiber "aus dem Dorf"

- Haina-Löhlbach (apa). Mit der Eröffnung eines „Lädchens für alles“ verfolgt die Supermarktkette tegut eine neue Strategie: Sie will zurück in die 
Dörfer – wenn auch nur 
in die größeren.

In die leer stehende Grundschule „Unter den Linden“ soll wieder Leben einziehen: Sie soll zum Dorfzentrum werden, mit Sparkasse, Bäcker, Wohnungen für psychisch Kranke und vor allem 
einem Supermarkt (wir berichteten). Die Kette tegut wird im neueren der beiden Gebäude einen rund 220 Quadratmeter großen Markt einrichten. 
 Damit verfolgt die Kette ein neues Konzept, das der Geschäftsführer des Vertriebs bei tegut, Knut John, entwickelt hat: Das Unternehmen strebt zurück in die Dörfer und will aus dem Tante-Emma-Laden einen Treffpunkt mit Dienstleistungscharakter machen. Bisher sind zwei solcher Geschäfte eröffnet, eines bei Witzenhausen, das 
andere im Harz. Für Bürgermeister Rudolf Backhaus steht und fällt das Konzept mit dem Angebot und den Preisen. Tegut will in Löhlbach rund 2500 Artikel anbieten – das sei mehr als doppelt so viel wie das Angebot des bekanntesten deutschen Discounters, betont der Vertriebs-Chef. Die Preise werden dieselben sein wie in den größeren Märkten. Was noch fehlt, ist ein Betreiber. tegut hofft auf einen Interessenten aus der Region, „am besten aus dem Dorf“, sagte John. Vorkenntnisse und Eigenkapital seien nicht notwendig: „tegut stellt die Waren und die Einrichtung, und beides bleibt in unserem Besitz“, erläuterte er. Wer den Laden übernehmen wolle, brauche „soziale Intelligenz“ und ein Gespür für Menschen. Wenn alles klappt, könne der Markt bereits vor Ostern eröffnen, sagte John.

Wer Interesse hat, den Supermarkt in Löhlbach zu führen, kann sich bei der Gemeinde Haina, Telefon 06456/81220, oder bei Knut John, Telefon 0661/104878, melden.

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