HNA-Mitarbeiterin beim Selbstversuch

Tempo halten ist nicht leicht: Tanzen in der Modern-Linedance-Gruppe

Mittendrin: HNA-Mitarbeiterin Lena Wenzel (4. von rechts) tanzte mit der Gruppe „Modern-Linedance“ des TSV Frankenberg. Foto: nh

Frankenberg. HNA-Mitarbeiterin Lena Wenzel kam ganz schön ins Schwitzen. In unserer Serie „Wir sind mittendrin“ probierte sie Modern-Linedance aus, einen modernen Tanzstil. Hier ist ihr Bericht:

Linedance - dazu gehören Cowboystiefel, ein Hut und Countrymusik. Zumindest dachte ich das immer. Als ich eine Tanzstunde der Gruppe „Modern -Linedance“ des TSV Frankenberg besuche, muss ich schnell feststellen, dass ich falsch liege. Aus den Boxen ertönt „Alive“ der Band „Empire of the sun“ und von Cowboystiefeln und Hüten fehlt auch jede Spur.

„Die Tanzschritte sehen recht einfach aus“, denke ich mir. Doch als ich mittendrin stehe und mittanzen muss, sieht das Ganze schon anders aus. Leiterin Kornelia Hornig stellt sich in die erste Reihe, ich stehe hinter ihr und verfolge ihre Schritte. Um mich herum tanzen die anderen Mitglieder der Gruppe.

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht. Wir kreuzen unsere Beine, gehen ein paar Schritte, verlagern das Gewicht vom einen auf den anderen Fuß, ziehen einen Fuß hinter dem anderen her und machen halbe Drehungen. Klingt gar nicht so schwer. Meine Füße müssten nur mal das machen, was mein Kopf möchte.

Ich vertanze mich. „Im Notfall einfach den anderen hinterher“, sagt eine Tänzerin. Auch das ist einfacher gesagt als getan. Die Schritte sind alle so ähnlich, dass es schwer ist, wieder einen Einstieg zu finden. Doch ich gebe nicht auf. Immer und immer wieder tanzen wir die Schritte und langsam komme ich hinterher, bis wir die Seiten wechseln. Alle Schritte bleiben gleich, wir tanzen nur nicht mehr zur Wand, sondern zum Fenster. Ich bin verwirrt.

Im Rhytmus: Die Tanzschritte müssen sitzen. Foto: Wenzel

Nach ein paar weiteren Trocken-Übungen tanzen wir zur Musik. Es macht Spaß, aber ich komme bei schnellerem Tempo gar nicht mehr mit den Schritten hinterher. Ich gebe auf.

„Es dauert schon ein wenig, bis die Schritte eingeübt sind“, sagt Kornelia Hornig. Das beruhigt mich. Ich bin also kein hoffnungsloser Fall, sondern brauche einfach noch ein wenig Übung. Tanzen ist eben nicht gleich tanzen. Modern-Linedance ist für mich eher Gehirnjogging als einfache Bewegung: Ich muss im Kopf abrufen, was meine Füße als nächstes machen sollen.

Von Lena Wenzel 

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Quelle: HNA

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