Termine abgesagt: Reddighäuser kritisieren Bürgermeister Junker

Hatzfeld/Reddighausen. Die Spannungen zwischen Hatzfelds neuem Bürgermeister Dirk Junker (parteilos) und Kommunalpolitikern aus Reddighausen gehen weiter.

Nachdem es in der Stadtverordneten-Sitzung vor einer Woche bereits öffentlich zu Differenzen gekommen war (wir berichteten), gibt es nun erneut Kritik an Junker.

Denn der Bürgermeister war nicht zum Grenzgang in Reddighausen gekommen und hatte am Tag darauf auch seine geplante Teilnahme an der Reddighäuser Ortsbeiratssitzung kurzfristig abgesagt.

„Eine Teilnahme an der für ihn ersten Ortsbeiratssitzung knapp elf Stunden vorher ohne jegliche Begründung abzusagen, kann man nur als Affront und Unverschämtheit bezeichnen“, sagte dazu Ortsbeirats-Mitglied Werner Jeide der HNA. „Bei Kindern gibt es dafür den Begriff der beleidigten Leberwurst“, fügte er mit Blick auf die Vorkommnisse in der Stadtverordneten-Sitzung am 26. September in Eifa an.

In dieser Sitzung war Junker - vor allem durch die Bürgerliste Reddighausen - indirekt kritisiert worden, weil sich die Stadtverordneten schlecht informiert fühlten und Entscheidungen dadurch nicht möglich gewesen seien.

Dirk Junker erklärte auf Nachfrage der HNA, dass er die beiden Termine in Reddighausen - Grenzgang und Ortsbeirat - aufgrund privater Verpflichtungen abgesagt habe. „Man erwartet von mir Dinge, die man von meinem Vorgänger nicht erwartet hat“, sagte der Bürgermeister, denn nach seiner Kenntnis sei Uwe Ermisch auch nur selten oder nie in Ortsbeiratssitzungen gewesen. „Da wird mit unterschiedlichem Maß gemessen.“

Zu den Vorkommnissen in der Stadtverordneten-Sitzung wollte Junker keinen Kommentar abgeben. „Dazu habe ich noch etwas im Ältestenrat zu klären.“

Dirk Junker hatte die Stichwahl um das Bürgermeisteramt im vergangenen November gegen Ralf Schärer von der Bürgerliste Reddighausen gewonnen.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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