Theateraufführung zu Drogenkonsum in der Edertalschule

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Nach dem Stück im Gespräch: (von links) Natascha Mattmüller, Nele Klinge, Gloria Schuppan, Mathias Seredszun, Philipp Schellhorn und Noé Kölbl am Bühnenrand in der Kellerhalle.

Frankenberg. Am Ende wirkt Florian wie geschüttelt von Wahnsinn und Verzweiflung. Er lacht und weint gleichzeitig. Und muss einsehen, dass er den Weg aus der Drogensucht nicht alleine schafft.

Aber der Hilferuf an Freundin Anne hätte früher kommen müssen. Im Nachhall der Melodie des Krankenwagens, der auch zu spät für Florian ist, spricht sie ins Publikum: „Diese Geschichte ist vielleicht ausgedacht, vielleicht wirklich passiert. Diese Art von Geschichten passieren überall auf der Welt. Ich wünsche sie keinem.“

Im anschließendem Gespräch mit Siebtklässlern der Frankenberger Edertalschule machte Schauspieler Mathias Seredszun deutlich: „Das, was in dem Stück zu sehen ist, ist Kunst.“ Ihm sei wichtig, dass die Schüler sich klar machen, dass die lange Entwicklung eines Drogensüchtigen im Theaterstück nur gerafft dargestellt worden ist. Gut eine Stunde dauerte das Stück „Drogen – von Gras bis Crystal“, das vom Weimarer Kultur-Express vor Schülern der siebten und der achten Klassen der Edertalschule aufgeführt wurde. Mathias Seredszun spielte Florian, der mit seiner Freundin Anne (gespielt von Natascha Mattmüller) zunächst Cannabis raucht.

Dann beginnen sie Crystal Meth zu nehmen: Diese Droge zerstört ihre Beziehung und schließlich ihr Leben. Seredszun erklärte, wieso es im Stück um Crystal geht: „Weil es eine relativ neue Droge ist, besteht die Gefahr, dass die Leute sie unterschätzen.“ Dabei sei die Droge so gefährlich wie Heroin, ließe Menschen innerhalb von einem halben um zwanzig Jahre altern.

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Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

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