Frankenberg

Thonet präsentiert neuen Konferenztisch S 8000

- Frankenberg (sr). Kunden und Geschäftsfreunde aus der ganzen Welt besuchten in den vergangenen Tagen die Traditionsfirma Thonet. Am Sonntag präsentierte der Star-Architekt Hadi Teherani im Werk 2 den neuen Thonet-Konferenztisch S 8000.

Nicht klassisches Holz, sondern schlichtes Weiß und ein typgebender Metallbügel prägen den neuen Tisch, der künftig weltweit Konferenzräume ergänzt mit passenden Thonet-Stühlen ausstatten soll. „Er strahlt Leichtigkeit und Eleganz aus“, sagte der bekannte Architekt Hadi Teherani bei der Premiere vor mehr als 300 Gästen. Der Tisch ist 1,50 Meter breit und in einzelnen Modulen bis zu einer Länge von 6,30 Meter für bis zu 22 Personen erhältlich. Sonderanfertigungen gehen sogar bis 12,60 Meter. „Herzstück“ ist ein im Thonet-Stil gebogener Metallbügel, der den Fuß und gleichzeitig einen Multifunktionskanal auf der Tischplatte bildet. Dort können moderne Medien vom Beamer bis Laptop untergebracht werden. Auch Kühlmodule für Getränke und Stauraummodelle sind erhältlich. Die Tischplatte gibt es alternativ auch in Buche, Ahorn, Eiche, Esche, Black-Cherry oder schwarz lackiert. Teherani träumt sogar von einer im Tisch eingebauten Lüftung. „Damit keiner mehr bei der Konferenz einschläft“, sagte der in Hamburg lebende Architekt. Der 56-Jährige stammt aus dem Iran und kam vor 50 Jahren nach Deutschland. In Braunschweig studierte er Architektur, seit 1990 ist er selbstständiger Architekt. In einer live kommentierten Diaschau stellte Teherani seine bekanntesten Projekte vor: Bürohäuser in Hamburg, München, Köln oder Moskau. Aktuelles Projekt ist die Universität in Abu Dhabi. Direkt nach der Präsentation am Sonntagabend in Frankenberg stieg der Architekt in Frankfurt ins Flugzeug, um wieder nach Abu Dhabi zu „jetten“. „Für jeden Architekten ist es ein Traum, einen Stuhl zu designen“, sagte er und stellte seine Innenarchitektur-Werke vor. Erstmals arbeitete er jetzt mit der weltbekannten Firma Thonet zusammen. Peter Thonet erinnerte sich an erste Kontakte bei Messen vor drei Jahren. „Dort kam der Entschluss, etwas zusammen zu machen“, sagte der Firmenchef. Die drei Geschäftsführer Roland Ohnacker, Philipp Thonet und Peter Thonet hatten die Gäste in der stillvoll geschmückten und beleuchteten Werkshalle begrüßt. Mitglieder der Theater-AG der Edertalschule hatten zuvor beim Sektempfang Thonet-Stühle pantomimisch in Szene gesetzt. Nach einem großen Buffet am Sonntagabend waren die deutschen und internationalen Händler am gestrigen Montag im neuen Showroom der Firma Thonet, in der Fertigung, der Holzbiegerei und dem Museum unterwegs.

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