Laisaer Firma MMH verzichtet auf Geschenke für Kunden und unterstützt Angebot in Haina

Tierischer Zuwachs für die Therapie

+

Haina (Kloster) - Die zwei Lamas und zwei Kängurus in Haina bekommen im Frühjahr tierische Gesellschaft: Zwei Esel sollen künftig die Tiergestützte Therapie in Haina erweitern. Die beiden Tiere werden von der Firma MMH bezahlt.

Nicht zum ersten Mal unterstützt das Montage-Unternehmen aus Laisa soziale Zwecke, anstatt Weihnachtsgeschenke für Kunden zu kaufen. In diesem Jahr hat sich MMH ein ganz besonderes Projekt ausgewählt: Die Tiergestützte Therapie der Vitos Begleitenden Psychiatrischen Dienste (BPD). In dieser Einrichtung werden Menschen mit seelischen Behinderungen behandelt.

Der Kontakt zwischen dem Laisaer Unternehmen und der Vitos-Einrichtung in Haina besteht seit einem Jahr: Seit dieser Zeit arbeiten bis zu 15 Bewohner der BPD im Auftrag von MMH.

Patienten profitieren

Auch, wenn die Krankenkassen diese Therapien noch nicht unterstützen, sind ist die Leitung der BPD von der Wirkung absolut überzeugt: „Das ist nicht nur Spinnerei, sondern schlägt enorm ein“, sagt Erwin Gruber, Leiter der BPD. Hans-Willi Bornscheuer, der für nach einer entsprechenden Weiterbildung für die Tiergestützte Therapie verantwortlich zeichnet, nennt Beispiele: „Die Bewohner übernehmen Verantwortung und erlegen sich selbst ein Pflichtbewusstsein auf, zum Beispiel beim Reinigen oder Füttern“. Mittlerweile wird die Tiergestützte Therapie nicht mehr nur von BPD-Bewohnern in Anspruch genommen, sondern auch von Patienten der Allgemeinpsychiatrie. Auch andere Träger fragen laut Erwin Gruber bereits an, um sich über die Erfahrungen mit dieser Behandlungsform in Haina zu informieren. „Jetzt müssen wir weiterdenken“, sagt Erwin Gruber, „jetzt stellt sich die Frage: Wie weit gehen wir noch, wie weit führt das?“.

Vitos hat für dieses Thema wichtige Unterstützung: Mit Professor Dr. Erhard Olbrich ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Tiergestützten Therapie auch an der Vitos-Akademie tätig. Außerdem helfen Sponsoren den BPD bei der Finanzierung. „Ohne die Sponsoren wäre es nicht gegangen“, betonte Gruber.

Derzeit bauen die BPD neue Wohngruppengebäude an der Grauhecke in Haina. Dorthin sollen auch die Tiere umziehen. Wie auch jetzt werden sie dort in Offenställen leben und die Möglichkeit haben, nach Belieben hinaus- und hineinzugehen und sich innerhalb der Zäune frei zu bewegen.

Diese Form der Haltung hatte ein anonymer Anrufer beim Veterinäramt angezeigt, berichtet Bornscheuer - dieses habe den Vitos-Betrieb daraufhin überprüft und für in Ordnung befunden.

Kommentare