Tötungsprozess: Rechtsanwalt berichtet von Einschüchterungen des Angeklagten

Marburg. Mit der Vernehmung weiterer Zeugen ist am Mittwoch vor dem Marburger Landgericht der Prozess gegen den 56-jährigen Familienvater fortgesetzt worden, der im April 2010 in Marburg seine Ehefrau erstochen hat.

Ein Rechtsanwalt sagte aus, die Frau sei im Juli 2009 zu ihm gekommen und habe berichtet, dass es erhebliche Spannungen zwischen ihr und ihrem zwar in der gemeinsamen Wohnung, aber getrennt lebenden Ehemann gekommen sei. Deshalb habe sie erreichen wollen, dass er ausziehe.

Es habe großen psychischen Druck seitens des Angeklagten gegeben, zudem habe er die Frau und die zwei Kinder geschlagen und eingesperrt, habe die Frau erzählt. Die Drohungen des Angeklagten habe sie ernst genommen, so der Zeuge weiter. Dieser habe angekündigt, das Haus in die Luft zu sprengen, für die Familie Säure zu kaufen und seiner Mandantin gedroht, ihr die Kehle durchzuschneiden.

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Quelle: HNA

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