FingerTreppen zieht nach Frankenberg

Vom Traditionsstandort in die Zukunft

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Künftig nur noch Lager: der Gründungs-Standort von FingerHaus und FingerTreppen in Bottendorf. Die nötigen Investitionen wären zu hoch gewesen, ein Neubau in Frankenberg ist günstiger.

Frankenberg / Bottendorf - Die mittelfristig nötigen Investitionen sind höher als die Kosten für einen Neubau: FingerHaus holt die Treppenproduktion nach Frankenberg. Und verabschiedet sich damit zugleich von seinem Gründungsort Bottendorf.

Es ist ein vor allem aus unternehmenshistorischen Gründen bedeutsamer Schritt: FingerTreppen schließt seine Produktion und nimmt sie im Sommer in neuen Hallen nahe des Standorts von FingerHaus in Frankenberg wieder auf. Das Unternehmen verlässt damit seinen Stammsitz in Bottendorf, wo im frühen 19. Jahrhundert die Zimmerei Finger gegründet wurde.

Klaus Cronau, Geschäftsführer beider Unternehmen, begründet den Schritt mit einem großen Investitionsstau: „Das Bundes-Immissionsschutzgesetz wird verschärft, und wir haben an diesem Standort noch eine sehr ursprüngliche Heizung“, sagt Cronau – allein deren Erneuerung hätte einer Investition von rund 300000 Euro bedurft. „Auch darüber hinaus hat sich ein großer Investitionsstau aufgebaut. Es muss an allen Seiten angefasst werden“, erklärt er. Zugleich seien die Produktionsprozesse am Standort nicht weiter optimierbar – „doch Prozessoptimierung ist das A und O“, sagt Cronau. So sei der Entschluss für einen Neubau in Frankenberg nicht schwer gefallen.

Zumal sich für die derzeit 37 Mitarbeiter – sechs Angestellte, acht Auszubildende, 22 im Handwerk und eine geringfügig Beschäftigte – nicht viel ändert: „Es wird keine Kündigungen geben“, sagt Klaus Cronau – vorerst aber auch keine Neueinstellungen. Es gehe tatsächlich nur um den Umzug.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom Dienstag, 20. Januar 2015.

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