Bildungs- und Sozialwerk Iserlohn will stationäres Hospiz in Frankenberg realisieren

Träger ist in Reichweite

Sie engagieren sich für ein stationäres Hospiz in Frankenberg: Der Vorstand des Ambulanten Hospiz mit (von links) Schriftführerin Dagmar Kroneberg, Beisitzerin Dr. Annegret Kindl-Viessmann, Beisitzerin Renate von Winzigerode, Vorsitzende Christl Weimann und Schatzmeister Pfarrer Harald Wahl. Auf dem Bild fehlt Beisitzerin Marie-Luise Hartmann. Archivfoto:  Langenbach

FRankenberg. Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk mit Sitz in Iserlohn will die Trägerschaft für ein stationäres Hospiz in Frankenberg übernehmen. „Wir haben großes Interesse an diesem Projekt“, bestätigte eine Unternehmenssprecherin. Voraussetzung sei allerdings, dass sich alle politischen Gremien für ein Hospiz in Frankenberg aussprechen werden. Erste Gespräche mit den politisch Verantwortlichen der Stadt und auch des Landkreises habe es bereits gegeben.

In Frankenberg bemüht sich Christl Weimann, die Vorsitzende des Vereins Ambulantes Hospiz Frankenberg, bereits seit Jahren um die Ansiedlung eines stationären Hospiz. Das Kreiskrankenhaus hatte im Frühjahr eine Trägerschaft abgelehnt.

Möglichst zentrumsnah

Verschiedene Standorte für ein stationäres Hospiz in Frankenberg hat das Iserlohner Unternehmen bereits unter die Lupe genommen – unter anderem im Bereich Dellbrücke und auch im Bereich Bottendorfer Straße. Sollte Frankenberg den Zuschlag bekommen, soll die Einrichtung möglichst zentrumsnah entstehen: „Die Menschen im stationären Hospiz sollen auch weiterhin am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt teilnehmen können“, lautet die Vorstellung des Unternehmens. Dazu gehöre auch ein Kaffeebesuch oder ein Einkaufsbummel durch die Stadt.

„Ich bin guter Dinge, dass das stationäre Hospiz nach Frankenberg kommt“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß auf HNA-Anfrage. Die Konkurrenzsituation zwischen Frankenberg und Korbach um die Ansiedlung eines stationären Hospiz sei durch die Kreisgremien ausgeräumt worden, erinnerte Heß: Die Tendenz gehe dahin, dass Frankenberg ein stationäres Hospiz bekommen werde, Korbach ein Kinderhospiz. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt dabei Christl Weimann: „Sie leistet in diesem Bereich eine hervorragende Arbeit.“

Jetzt liege es am Landkreis, die Gespräche mit dem potentiellen Träger des stationären Hospiz weiterzuführen, sagte der Bürgermeister. Dabei geht er davon aus, dass schon in den nächsten Wochen Entscheidungen fallen werden: „Wir wollen ein stationäres Hospiz zeitnah nach Frankenberg bekommen.“

Mildtätiger Verein

Das Internationale Bildungs- und Sozialwerk ist ein gemeinnütziger und mildtätiger Verein. Er ist überregional und international tätig – mit Schwerpunkten und Aktivitäten unter anderem in der beruflichen und schulischen Qualifizierung, in der Integration behinderter Menschen, in der integrativen Kinder- und Jugendarbeit und auch in der Seniorenarbeit. Grundlage der Arbeit des Vereins ist ein Menschenbild, das die Würde und Gleichberechtigung aller Menschen in den Mittelpunkt stellt. (mjx)

Quelle: HNA

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