Paket-Lieferwagen kippt um: Zwei Männer verletzt

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Obwohl die beiden Insassen dieses Lieferwagens bei dem Unfall verletzt worden waren, lehnten sie einen Transport in ein Krankenhaus ab.

Braunsen. Nicht angepasstes Tempo und mangelnde Ladungssicherung sind offenbar die Gründe für einen Verkehrsunfall, bei dem am Samstagvormittag zwei Mitarbeiter einer Kurierfirma verletzt wurden.

Die Paketboten kippten auf der Kreisstraße zwischen Braunsen und Twiste mit ihrem Lieferwagen um.

Der 22 Jahre alte Fahrer und sein 30-jähriger Kollege auf dem Beifahrersitz befuhren gegen 11 Uhr die K 8 vom Twistesee kommend in Fahrtrichtung Twiste. Die für eine Kurierfirma in Wolfhagen tätigen Männer gaben später der Polizei gegenüber an, dass sich der mit Paketen und Koffern beladene Fiat Ducato in einer langgezogenen leichten Linkskurve aufgeschaukelt habe. Jegliche Versuche, den Lieferwagen wieder unter Kontrolle zu bringen, scheiterten.

Der weiße Transporter kam nach links von der Kreisstraße ab und schlug mit der Front im Graben ein. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lieferwagen zurück auf die Straße katapultiert, kippte um und drehte sich, so dass er entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung auf der Beifahrerseite liegend zum Stillstand kam.

Die beiden Insassen zogen sich Verletzungen, unter anderem an den Beinen, zu. Der Bad Arolser Notarzt und die Besatzungen zweier Rettungswagen aus Korbach (DRK) und Sachsenhausen (promedica) rückten zur Unfallstelle aus. Die beiden Verletzten ließen sich ambulant behandeln, lehnten aber eine weitere Versorgung im Krankenhaus ab.

Weil Betriebsstoffe ausgelaufen waren, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehrwehren aus Braunsen, Mengeringhausen und Bad Arolsen, die wenig später mit etwa 30 Einsatzkräften an der Unfallstelle eintrafen. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Michael Seebold sicherten die Freiwilligen die Unfallstelle ab, streuten ausgelaufenes Öl ab und sammelten Trümmerteile ein. Mitarbeiter eines Bergungsunternehmens stellten den umgekippten Transporter zunächst mit einem Kran wieder auf die Räder, bevor das Fahrzeug abtransportiert wurde.

An dem älteren Ducato war bei dem Unfall wirtschaftlicher Totalschaden entstanden, den Restwert des Fahrzeugs gab ein Polizist an der Unfallstelle mit 3500 Euro an. Ob am Inhalt der Ladung eventuell ein Schaden entstanden war, stand zunächst nicht fest. Die Vollsperrung der K8 wurde nach etwa anderthalb Stunden wieder aufgehoben - während Autofahrer drehen und sich eine Umleitung suchen mussten, nutzten Motorradfahrer den neben der Unfallstelle verlaufenden Radweg, um den liegenden Transporter zu umfahren.

112-magazin.de

Quelle: HNA

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