Nahwärme in Frankenau: Trasse ist angewachsen

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Das Nahwärmenetz in Frankenau soll mit diesem Heizmaterial betrieben werden.

Frankenau. Die Zahl der Interessenten wächst und wächst. In Frankenau haben sich neben der dortigen Kirchengemeinde, dem Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg, der Stadt und dem Kreis mittlerweile 39 Privathaushalte dazu entschlossen, aus dem geplanten Nahwärmenetz (HNA berichtete) Wärme abzunehmen.

Auch die Frankenberger Bank steht als weiterer Großabnehmer fest. Das ist eines der Ergebnisse, das bei der jüngsten Info-Veranstaltung vor 100 Gästen im Waldecker Hof verkündet wurde. „Ich freue mich sehr, dass das Projekt auf so großes Interesse stößt“, sagte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede, der auch noch eine weitere Neuigkeit im Gepäck hatte. „Wir haben eine Projektentwicklungsgenossenschaft gegründet, weil das Nahwärmenetz ja genossenschaftlich betrieben werden soll“, berichtete er. Das heißt: In Frankenau ist man der Realisierung des Nahwärmenetzes einen weiteren großen Schritt nähergekommen. Auf Nachfrage der HNA sagte Brede, dass Ende 2014 oder Anfang 2015 das Nahwärmenetz stehen soll.

Um möglichst viele Bürger mitzunehmen, wurde am Freitagabend noch einmal auf die Einzelheiten zum geplanten Nahwärmenetz eingegangen. Bis zum 14. Februar haben interessierte Bürger des Kellerwald-Städtchens noch Zeit, ihren Willen zu Beteiligung kund zu tun. Entsprechende Bögen liegen im Rathaus aus. Die Trasse des künftigen Nahwärmenetzes, die auf 2100 Meter angewachsen ist, soll duch den Innenstadtbereich führen – entlang des Rathauses, der Feuerwehr, der Kita, der Sporthalle und des neuen Seniorenheims der Lebenshilfe. „Es ist aber nicht zwangsläufig so, dass sich nur Frankenauer anschließen können, die an der Trasse liegen“, sagte Brede gestern der HNA. „Wenn jemand viel Wärme abnimmt, aber etwas entfernt von der Trasse wohnt, kann er trotzdem berücksichtigt werden.“ Wichtig sei, dass man selbst bei einer Veränderung der Trasse immer unter dem Heizöl-Preis bleibe.

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Quelle: HNA

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