Battenberg: Anwohner will Grundstück vergrößern

TSV trennt sich von zwei Tennisplätzen

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Diese beiden Tennisplätze sollen verkauft werden.Foto: Mark Adel

Battenberg - Die Zeiten des Tennisbooms in Battenberg sind vorbei, zwei der vier Plätze werden seit Jahren nicht mehr bespielt. Sie sollen verkauft werden: An die neuen Besitzer der Kremer-Villa nahe der Gesamtschule.

Der Haupt- und Finanzausschuss befürwortet den Verkauf mehrheitlich, am nächsten Freitag muss noch das Stadtparlament zustimmen. Die Stadt hatte dem TSV das Grundstück in den 70er Jahren überlassen und erhält es nun zurück - um es weiterzuverkaufen.

Die neuen Besitzer der so genannten Kremer-Villa am Beerberg wollen ihr Grundstück vergrößern, die beiden brachliegenden Tennisplätze kaufen und zurückbauen, ebenso ein angrenzendes städtisches Grundstück. Insgesamt handelt es sich um 6000 Quadratmeter. Die Stadt verkauft sie zum Preis von fünf Euro je Quadratmeter an den Besitzer des Nachbargrundstücks. Im Haupt- und Finanzausschuss herrschte weitgehend Einigkeit darüber. Die Tennisabteilung des TSV könne auf die beiden Plätze verzichten, berichtete Siegfried Franke (FDP), langjähriger Leiter der Sparte. „In den besten Zeiten hatten wir 220 Mitglieder, da waren vier Plätze erforderlich. Heute sind es noch 75.“ Außerdem fehle der Nachwuchs, wenngleich sich die Sparte um Kooperationen mit der Gesamtschule bemühe.

Außerdem verringere die Verkleinerung des Vereinsgrundstücks den Pflegeaufwand. „Für uns ist es eine gute Lösung“, sagte Franke. Die Plätze waren 1985 eröffnet worden, als der Tennissport dank Boris Becker und Steffi Graf überall in Deutschland boomte. Im vergangenen Jahr hatte die Firma Segytours die beiden Plätze für Probefahrten mit Segways genutzt.

Kritik am geplanten Verkauf äußerte Bärbel Stübner (CDU). Es würden Fakten geschaffen, sagte sie. Die Stadt hätte keinen Zugriff mehr darauf, das Grundstück solle eher über Erbpachtverträge abgegeben werden.

Die Stadt könne die Fläche nicht separat verwerten, entgegnete Bürgermeister Heinfried Horsel. Und auch Stübners Fraktionskollege Hans-Peter Huft befand: „Die Grundstücke sind entbehrlich.“

Bei der Gegenstimme von Bärbel Stübner war die Mehrheit des Ausschusses für den Verkauf.

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