Trennung von Schmutz- und Regenwasser: Gesplittete Gebühr beschlossen

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Es kommt aufs Pflaster an: Das Ökopflaster vorn lässt Regenwasser versickern, für die Waschbetonplatten hinten wird Niederschlagswassergebühr fällig.

Burgwald. Für die einen wird es teurer, für andere etwas günstiger: Die Gemeindevertretung Burgwald hat am Donnerstagabend die gesplitteten Abwassergebühren beschlossen.

Rückwirkend zum 1. Januar zu zahlen sind eine Schmutzwassergebühr von 2,94 Euro pro Kubikmeter Frischwasser und eine Niederschlagswassergebühr von 55 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Wer muss im Vergleich zur bisherigen Abwassergebühr, die nur nach dem Verbrauch von Frischwasser berechnet wurde, mehr zahlen?

Martin Keizle von der Beratungsfirma Kommunal-Consult, die die Gemeinde bei der Errechnung der neuen Gebühren unterstützt, gab Pauschalbeispiele. Sie berücksichtigen auch, dass die bisherige Abwassergebühr von 4,35 auf 4,90 Euro hätte angehoben werden müssen, damit der Abwasserhaushalt, wie vorgeschrieben, kostendeckend ist. Diese Anhebung nahm er als Vergleichsgrundlage in seinen Beispielen:

• Ein Einfamilienhaus mit vier Personen und einem jährlichen Wasserverbrauch von 133 Kubilmeter muss bei der gesplitteten Gebühr 47 Euro weniger zahlen, als bei der angehobenen Abwassergebühr.

• Für ein Sechsfamilienhaus mit 14 Bewohnern werde es 640 Euro im Jahr günstiger.

• Um 114 Euro teurer wird es für ein landwirtschaftliches Anwesen mit 600 Quadratmetern versiegelter Fläche, zwei Einwohnern und geringem Frischwasserverbrauch.

• Ein Einzelhandelsmarkt müsse mit Mehrkosten von 2500 Euro pro Jahr rechnen.

(mab)

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Quelle: HNA

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