Geringer Niederschlag seit November

Zu wenig Regen: Trockene Äcker und Waldbrandgefahr

In der Eder, wie hier bei Rennertehausen, fließt in Folge geringer Niederschläge so wenig Wasser, dass an vielen Stellen Kiesbänke und dicke Steine aus dem Wasser ragen, ebenso wie an der Wilhelmsbrücke in Frankenberg. Foto: Kalden

Waldeck-Frankenberg. Flüsse wie die Eder führen so wenig Wasser, dass Kiesbänke und die so genannten Hungersteine aus dem Wasser schauen.

Äcker sind staubtrocken, in ausgetrockneten Wassergräben in der Ederaue bei Rennertehausen und auf Feldern bildeten sich Trockenrisse.

Die Waldbrandgefahr steigt, und an Wiesenrainen finden sich welke Pflanzen wie der Wegerich und Lupinen. Frisch gemähte Wiesen liegen oft gelb und trocken in der Gemarkung, und den Schwalben fehlten Pfützen, aus denen sie Schlamm für ihren Nestbau hätten holen können.

Das alles sind Folgen geringer Niederschlagsmengen seit November 2014. Auch der Mai 2015 war zu trocken, trotz oft bewölkten Himmels. Nach inoffiziellen, privaten Niederschlagsmessungen fielen in Frankenberg im Mai nicht mehr als 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Danach gab es in Frankenberg vom 12. bis 30. Mai eine ununterbrochene Trockenperiode. 19 Tage lang fiel kein Tropfen Regen.

Das Wetteramt in Offenbach ließ verlauten, dass der März, April und Mai sonnig und fast überall in Deutschland zu trocken waren. Das größte Regendefizit wiesen in Deutschland schon der Februar mit 23 Litern pro Quadratmeter gegenüber dem vieljährigen Mittel von 49 Litern auf und der Mai mit 50 Litern gegenüber 71 im langjährigen Mittel.

Bereits der November 2014 war mit 32 Litern auf den Quadratmeter gegenüber 66 Litern im vieljährigen Mittel viel zu trocken und kam in die Nähe des trockensten Novembers seit Beginn der Wetteraufzeichungen. (zqa)

Quelle: HNA

Kommentare