Trockener Sommer wirkt sich aus: Maisernte schlechter als sonst

Waldeck-Frankenberg. Extrem trocken war die erste Jahreshälfte laut dem Deutschen Wetterdienst. Das spüren die Bauern jetzt wieder, da sie bis zu 20 Prozent schlechtere Erträge bei der Maisernte haben als sonst.

„Vor allem in den höheren Lagen wie im Upland, Kellerwald und Oberen Edertal mit dünnen Böden ist der Mais durch den trockenen Frühsommer kürzer gewachsen“, erklärt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Bauernverbandes Frankenberg.

Beim Trinkwasser wirkt sich diese negative Wasserbilanz aber kaum aus. Während heißer Tage wurden laut der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) zwar bis zu 50 Prozent mehr Wasser verbraucht. Aber: Wasser sparen sei hier nicht nötig, sagt Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der EGF. „Denn die Reserven erneuern sich immer wieder.“ Nach Angaben des Korbacher Wasserversorgers EWF bieten dortige Tief- und Flachbrunnen ausreichend Wasser.

Die Stadt Hatzfeld ist mit ihrer Wasserarmut, die auf die Geologie zurückzuführen ist (siehe Hintergrund), eher eine Ausnahme. In diesem trockenen Sommer musste eine Trinkwassernotleitung zum Pumpwerk „Elsoff“ verlegt werden. Die Hatzfelder sind laut Bürgermeister Dirk Junker das Wassersparen schon gewöhnt. Andere Kommunen und Wasserversorger sehen Sparsamkeit dagegen als Problem. Leitungen könnten wegen geringeren Wasserverbrauchs verschmutzen und verstopfen. 121 Liter verbraucht ein Frankenberger laut der EGF im Schnitt täglich. In der Kernstadt Hatzfeld sind es nur 82 Liter. Die Stadt habe eine Sonderstellung, sagt Bürgermeister Junker.

Generell sei es schlecht, dass dem Verbraucher jeder Kubikmeter in Rechnung gestellt wird. Dadurch werde er sparsamer, während die Fixkosten zur Reinigung und Instandhaltung der Rohrnetze steigen. Diese fielen unabhängig von der Wassermenge an.

Warum gerade Hatzfeld wasserarm ist und wie die Qualität des Trinkwassers geprüft wird, lesen Sie in der Printausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen von Dienstag.

Von Stefanie Rösner

Quelle: HNA

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