Noch keine Anfragen für Güterverkehr zwischen Korbach und Frankenberg

Trotz zweiten Gleises nur Zwei-Stunden-Takt

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An der Viermündener Haltestelle wird ein zweites Gleis gebaut. Das soll den Bahnverkehr zwischen Frankenberg und Korbach flexibler machen.Foto: Malte Glotz

Frankenberg-Viermünden - Das zweite Gleis in Viermünden eröffne „mehr Möglichkeiten“, sagte Sabine Herms vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV). Es solle aber beim vorgesehenen Zwei-Stunden-Takt bleiben.

Ohne das Gleis seien Wartezeiten von 45 Minuten und mehr auf dem Weg nach Nordhrein-Westfalen die Folge, erklärte Sabine Herms. Das mache die Nutzung der Strecke von Bahnreisende in Richtung Dortmund unattraktib. Der Kreuzungsbahnhof „ermöglicht eine flexiblere Nutzung der Strecke, zum Beispiel bei Zusatzverkehr, und eröffnet mehr Möglichkeiten.“

Ein engerer Takt als der bislang geplante zweistündige Verkehr zwischen Frankenberg und Korbach sei nicht geplant, sagte die NVV-Sprecherin. Zu einem stärkeren Betrieb an den Bahnübergängen werde es also nicht kommen. „Es ist ein Projekt für die Zukunft und bietet Chancen und Möglichkeiten.“ Laut Herms sei der Bau eines Kreuzungsbahnhof immer wieder diskutiert worden, seit Februar seien die Pläne konkret.

Auch ein stärkerer Güterverkehr ist bislang nicht zu befürchten. „Dazu gibt es keine Anfrage“, sagte Sabine Herms. Das zweite Gleis ermöglicht eine Begegnung von Zügen zwischen Korbach und Frankenberg - vergleichbar mit der Trasse zwischen Frankenberg und Marburg, wo sich in Münchhausen ein Kreuzungsbahnhof befindet.

Das zweite Gleis sei aber nur für Personenzüge vorgesehen, berichtete Jens Wrabletz von der Kurhessenbahn auf FZ-Anfrage. Dennoch könnte es den Güterverkehr auf der Strecke erleichtern. Falls Unternehmen die Strecke für Güterverkehr in Anspruch nehmen wollen, müssen sie das bei der DB-Netz-AG beantragen.

Der geplante Bau einer Anlage für „Park and ride“ und für „Bike and ride“ am Viermündener Bahnhof werde aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

Wie berichtet, sollen die Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro über Fördermittel finanziert werden, dem Landkreis sollen keine Kosten entstehen.

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